Google Discover Update Februar 2026: Themen statt Websites

Gestern hat Google ein Update rausgehauen, das in der Content-Marketing-Welt für ziemlich viel Aufregung gesorgt hat. Das "Februar 2026 Discover Core Update" ist da. Google hat zum ersten Mal die Richtlinien nur für das Ranking in Google Discover aktualisiert, also unabhängig von den Richtlinien für die Google Suche.

Und dieses Update wird viele erleichtern. Denn Google beantwortet mit dieser Aktualisierung auch eine Frage neu: Brauche ich für verschiedene Themen oder Zielgruppen verschiedene Websites? Und die Antwort lautet: Nein. Puh...klingt gut, oder? Aber lass uns da gern mal näher drauf schauen.

Ich erkläre dir in diesem Beitrag:

  • Was Google Discover überhaupt ist (falls du es noch nicht kennst)
  • Was sich mit dem Update ändert, und für wen das relevant ist
  • Wie du in 2 Minuten checkst, ob dich das betrifft
  • Die eigentlich wichtige Lektion dahinter: fokussierte Themen-Expertise
  • Wie du das konkret für deinen Content umsetzt

Spoiler: Am Ende geht's weniger um Discover, und mehr um eine grundsätzliche Verschiebung, wie Google Content bewertet. Und das ist ziemlich relevant für alle, die mit Content sichtbar werden wollen.

Lass uns mit der Grundfrage starten.

Transparenz-Disclaimer: Dieser Beitrag enthält Werbung in Form von Partnerlinks zu externen Seiten.

Du liest in diesem Beitrag:

Was ist Google Discover überhaupt?

Hier kommt vermutlich der erste Aha-Moment für viele: Google Discover ist NICHT die normale Google-Suche. Es ist ein komplett eigener Kanal. Und ehrlich gesagt nutzen viele Menschen Discover, ohne überhaupt zu wissen, dass sie gerade Discover nutzen.

Der Unterschied zur normalen Google-Suche

Bei der normalen Google-Suche machst du das hier:

  • Du tippst etwas ein: "Hundetraining Welpen"
  • Google zeigt dir Suchergebnisse
  • Du suchst aktiv nach einer Lösung

Bei Google Discover läuft's anders:

  • Du öffnest die Google-App auf dem Handy
  • Google zeigt dir proaktiv Artikel, Videos, Posts
  • Basierend darauf, was Google denkt, dass dich interessiert
  • Ohne dass du irgendwas eingegeben hast

Du siehst: Das ist ein komplett anderer Ansatz. Die normale Suche reagiert auf deine Suchanfrage. Discover schlägt dir vor, was dich interessieren könnte. Fast ein bisschen so wie typische Social Media oder Pinterest-Algorithmen.

Wo findest du Google Discover?

Discover taucht an drei Stellen auf:

  1. In der Google-App auf dem Smartphone (wenn du sie öffnest, ist das der Feed, der da erscheint)
  2. Auf Google.com auf mobilen Geräten (manchmal als "News Feed" bezeichnet)
  3. Chrome-Startseite auf Mobilgeräten (unter der Suchleiste scrollst du runter, zack, Discover)

Wichtig: Discover ist für mobile Geräte konzipiert – Smartphones und auch Tablets. Auf dem klassischen Desktop-Browser in voller Breite zeigt Google Discover nicht an. Das liegt weniger am Nutzungsverhalten (viele nutzen ihr Smartphone als Hauptgerät), sondern eher daran, dass Discover als Entdeckungs-Feed für unterwegs konzipiert ist.

Google DIscover Ansicht auf Smartphone

Was für Content zeigt Discover eigentlich?

Discover hat Vorlieben. Ganz klar. Was dort gut läuft:

  • News und aktuelle Themen (daher ja auch der Name)
  • Lifestyle-Artikel – Gesundheit, Ernährung, Reisen, persönliche Entwicklung
  • How-to-Guides und praktische Ratgeber
  • Visuelle Inhalte mit großen, hochwertigen Bildern

Discover ist quasi Googles Version eines personalisierten Magazins. Es will dich informieren und inspirieren, nicht primär deine konkreten Probleme lösen. Dafür ist die normale Suche da.

Wer bekommt viel Discover-Traffic?

Hier wird's interessant. Typische Websites mit ordentlich Discover-Traffic sind:

  • News-Publisher (Spiegel, Zeit, tagesschau)
  • Große Lifestyle-Portale (Fitness-Magazine, Ernährungs-Blogs, Reise-Portale)
  • Content-Seiten mit regelmäßigen Updates

Was eher NICHT in Discover landet:

  • B2B-Themen (Führungskräftecoaching, E-Mail-Marketing-Strategien)
  • Sehr spezifische Nischenthemen
  • Reine Service-Seiten ohne regelmäßigen Content

Aber: Wenn du zu Lifestyle-nahen Themen schreibst – Ernährungsberatung, Hundetraining, Hochsensibilität im Alltag, Persönlichkeitsentwicklung – dann kann Discover durchaus eine relevante Traffic-Quelle für dich sein.

Das ist halt das Ding: Viele Coaches und Beraterinnen haben gar nicht auf dem Schirm, dass sie tatsächlich Discover-Traffic bekommen. Doch dazu später mehr.

Das Februar 2026 Update: Was hat sich geändert?

Jetzt wird's konkret. Am 5. Februar 2026 hat Google das erste Core Update speziell für Discover gerollt. Das ist tatsächlich neu – bisher gab es immer nur Updates, die sowohl die normale Suche als auch Discover betroffen haben.

Das zeigt übrigens: Google behandelt Discover zunehmend als eigenständigen Kanal mit eigenen Qualitätsanforderungen. Interessant, oder?

Die drei Kernänderungen der Google Discover Core Updates

Du findest die komplette Dokumentation für Google Discover direkt bei Google.

1. Lokale Relevanz wird priorisiert

Google will dir verstärkt Content von Websites aus deinem Land zeigen. Konkret: Wenn du in Deutschland bist, siehst du jetzt mehr Artikel von deutschen Websites – weniger von US-Seiten.

Was das bedeutet:

  • Deutsche Perspektiven werden wichtiger
  • Lokale Bezüge haben mehr Wert
  • Internationale Content-Farmen verlieren Sichtbarkeit

Für dich: Das ist grundsätzlich gut. Deine lokale Perspektive als Coach oder Beraterin in Deutschland wird wichtiger. Du musst nicht mehr gegen die große US-Content-Maschinerie antreten. Solltest du hauptsächlich Kund:innen in der Region betreuen, dann lohnt es sich, diese Region - Stadt, Landkreis oder Bundesland - ein paar Mal in deinem Content zu erwähnen.

2. Schluss mit Clickbait und Sensationalismus

Das ist jetzt schon meine Lieblingsneuigkeit: Google reduziert die Sichtbarkeit von Content, der mit übertriebenen Headlines und Dramatisierung arbeitet. Die aktualisierten Guidelines sagen explizit:

"Avoid clickbait and similar tactics to artificially inflate engagement."

Beispiele für das, was Google nicht mehr will:

  • ❌ "Diese 5 Geheimnisse halten Ärzte vor dir verborgen!"
  • ❌ "Der Trick, den NIEMAND kennt (Nummer 3 wird dich schockieren)"
  • ❌ "Du glaubst nicht, was dann passierte..."

Stattdessen bevorzugt Discover jetzt:

  • ✅ "5 Ernährungsstrategien bei chronischem Stress"
  • ✅ "Wie Hundetraining bei Leinenabneigung funktioniert"
  • ✅ "Hochsensibilität im Großraumbüro: 3 Strategien"

Im besten Fall bedeutet das für dich (wenn du zu meiner Community gehörst und meine Arbeitsweise kennst): Mach weiter wie bisher! Denn ethisches Marketing wird endlich belohnt.

3. Spezifische, Original-Inhalte mit Expertise

Das ist die spannendste Änderung – und ehrlich gesagt eine riesige Erleichterung für viele Selbstständige.

Google sagt:

"Showing more in-depth, original, and timely content from websites with expertise in a given area."

Und hier kommt mein eigentliches Highlight dieses Updates: Expertise wird themenbasiert bewertet, nicht für die ganze Website.

Google gibt selbst ein Beispiel: Eine lokale Nachrichtenseite mit einer ausführlichen Garten-Kategorie kann als Gartenexperte erkannt werden – auch wenn sie zusätzlich zu hundert weiteren Themen schreibt.

Aber: Ein Film-Review-Blog, der mal einen Gartenartikel veröffentlicht, wird nicht als Gartenexperte wahrgenommen.

Der Unterschied? Konsistenz und Tiefe in einem Themenbereich.

Warum das viele erleichtern wird:

Viele Selbstständige haben nämlich genau diese Sorge:

"Ich arbeite mit verschiedenen Zielgruppen / zu unterschiedlichen Themen. Brauche ich dafür verschiedene Websites?"

Die typischen Szenarien:

Szenario 1: Die Ernährungsberaterin

  • Arbeitet mit Sportler:innen (Leistungsernährung)
  • UND mit Menschen mit Reizdarm (Darmgesundheit)
  • UND mit Berufstätigen (Meal Prep unter Zeitdruck)

Bisherige Angst: "Das sind drei verschiedene Zielgruppen. Verwirrt das Google? Brauche ich drei Websites?"

Googles Antwort jetzt: Nein. Solange du zu jedem dieser Themenbereiche kontinuierlich und mit Tiefe schreibst, erkennt Google deine Expertise in allen drei Bereichen.

Szenario 2: Die Life Coach mit mehreren Standbeinen

  • Bietet Karriere-Coaching an
  • UND Stressmanagement-Workshops
  • UND hat einen Podcast über Achtsamkeit im Alltag

Bisherige Angst: "Das passt doch nicht alles auf eine Website. Ist das nicht zu verwirrend?"

Googles Antwort jetzt: Nicht, wenn du zu jedem dieser Themen regelmäßig Content produzierst und Tiefe zeigst.

Szenario 3: Die Hundetrainerin

  • Spezialisiert auf ängstliche Hunde
  • ABER bietet auch Welpentraining an
  • UND schreibt über Hundeernährung

Bisherige Angst: "Sollte ich mich auf EIN Thema fokussieren? Verwässere ich meine Expertise?"

Googles Antwort jetzt: Du kannst Expertin für mehrere verwandte Themen sein – solange du zu jedem kontinuierlich arbeitest.

Was das praktisch bedeutet

Du brauchst KEINE separate Website für:

  • Jede Zielgruppe
  • Jedes Unterthema deines Business
  • Jeden Service, den du anbietest

Du brauchst stattdessen:

  • Klar erkennbare Themenbereiche (3-4 ist ideal)
  • Kontinuierlicher Content zu diesen Bereichen
  • Tiefe statt Breite in jedem Bereich

Und genau das ist der Kern dieses Updates: Themen statt Websites.

Du musst dich nicht auf EIN Thema beschränken. Aber du solltest auch nicht über 20 verschiedene Themen wild hin- und herspringen.

Rollout und Zeitplan des Google Discover Core Updates

Das Update startet in den USA (englisch) und wird in den nächsten Monaten auch nach Deutschland kommen. Du hast also noch etwas Zeit – aber die Richtung ist halt klar.

Quick Check: Betrifft dich das Google Discover Core Update?

Jetzt die Frage, die dich wahrscheinlich am meisten interessiert: Ist das überhaupt relevant für dich?

Schritt 1: Hast du überhaupt Discover-Traffic?

Das checkst du mit wenigen Klicks in der Google Search Console:

  1. Geh zu search.google.com/search-console
  2. Wähl deine Website aus
  3. Klick auf "Leistung"
  4. Wähl den Tab "Discover" (steht neben "Suchanfragen")

Was du dann siehst:

  • Wenn dort Klicks und Impressionen angezeigt werden → Du hast Discover-Traffic
  • Wenn dort steht "Keine Daten verfügbar" → Discover ist für dich (aktuell) irrelevant

Und ehrlich? Viele sind überrascht, wenn sie das zum ersten Mal checken. Einige haben tatsächlich Discover-Traffic ohne es zu wissen. Andere haben null – und das ist auch völlig okay.

google discover bei search console (1)


Schritt 2: B2C oder B2B?

Selbst wenn du keinen Discover-Traffic hast, lohnt sich die Unterscheidung. Weil das zeigt dir, ob Google Discover überhaupt für deine Themen relevant sein könnte:

B2C-Themen mit Discover-Potenzial:

  • Ernährungsberatung (Meal Prep, gesunde Ernährung, Darmgesundheit)
  • Hundetraining (Welpen, Leinenführigkeit, Hundepsychologie)
  • Hochsensibilität (HSP im Alltag, Reizüberflutung, Abgrenzung)
  • Personal Training (Fitness 40+, Rückentraining, Bewegung)
  • Garten-Coaching (Urban Gardening, Gemüseanbau)
  • Life Coaching mit Lifestyle-Fokus (Work-Life-Balance, Stressmanagement)

B2B-Themen ohne Discover-Potenzial:

  • Führungskräftecoaching
  • E-Mail-Marketing-Strategien
  • Kundenbindung für Unternehmen
  • LinkedIn-Strategien
  • Business-Strategie-Beratung

Grauzone:

  • Life Coaching (je nach Themenschwerpunkt)
  • Mindset-Coaching (wenn stark Lifestyle-orientiert)
  • Karriere-Coaching (eher nicht, außer sehr persönlich/Lifestyle)

Schritt 3: Deine Entscheidung

Falls du Discover-Traffic hast UND zu B2C-Lifestyle-Themen schreibst:

→ Das Update könnte dich tatsächlich betreffen. Lies den nächsten Abschnitt besonders aufmerksam.

Falls du keinen Discover-Traffic hast ODER zu B2B-Themen schreibst:

→ Das Update betrifft dich nicht direkt. ABER: Spring jetzt nicht gleich ab. Denn die Prinzipien hinter dem Update sind wichtig für ALLE. Auch für die normale Google-Suche. Versprochen.

Die eigentliche Lektion für deine Content-Strategie als Selbstständige

Hier kommt der Teil, der für ALLE relevant ist – egal ob Google Discover oder nicht. Egal ob B2C oder B2B. Egal ob du 100 oder 10.000 Besucher:innen im Monat hast.

Das Update zeigt nämlich eine fundamentale Verschiebung in Googles Denken über Content-Qualität. Und diese Verschiebung betrifft nicht nur Discover, sondern zunehmend auch die normale Google-Suche.

Was Google wirklich will: Fokussierte Expertise

Lass uns das konkret machen. Google sagt:

"Our systems are designed to identify expertise on a topic-by-topic basis."

Übersetzt und auf den Punkt gebracht:

Google will sehen, dass du spezifisch zu bestimmten Themen schreibst. Nicht wahllos über alles, was dir gerade so einfällt.

Das klingt jetzt erstmal logisch, oder? Aber in der Praxis machen viele genau das Gegenteil. Ich sehe das ständig.

Beispiele aus der Praxis

Beispiel 1: Hundetrainerin

Sagen wir, du bist Hundetrainerin. Du hast einen Blog. Was passiert oft?

❌ Was nicht funktioniert:

  • Mal ein Artikel über Welpentraining
  • Dann über Zeitmanagement für Selbstständige (weil du ja auch selbstständig bist)
  • Dann über Instagram-Reels erstellen (weil du dich ja vermarkten musst)
  • Dann wieder ein Hundeartikel
  • Dann über "Mein Weg in die Selbstständigkeit"

Google denkt: "Okay, sie schreibt über alles Mögliche. Ist sie jetzt Hundeexpertin? Oder Business-Coach? Oder Social-Media-Expertin? Ich versteh's nicht so ganz."

✅ Was funktioniert:

  • Regelmäßig zu: Welpentraining, Leinenführigkeit, Hundepsychologie, Problemverhalten
  • Konsistenz: Jeder neue Artikel vertieft deine Expertise in diesem Bereich
  • Klarheit: Google (und deine Leser:innen!) wissen genau, wofür du stehst

Beispiel 2: Ernährungsberaterin

Du bist Ernährungsberaterin. Logisch, dass du über Ernährung schreibst, oder? Aber oft sieht's dann so aus:

❌ Was nicht funktioniert:

  • Mal Ernährung bei Stress
  • Dann Produktivitäts-Hacks (weil du auch produktiv arbeitest)
  • Dann Selbstfürsorge-Rituale (gehört ja irgendwie zusammen)
  • Dann wieder Ernährung
  • Dann Morgenroutinen (weil... Routinen sind wichtig?)

✅ Was funktioniert:

  • Fokus auf 3-4 Themen-Cluster: Ernährung bei Stress, Meal Prep für Berufstätige, Darmgesundheit, Anti-Entzündliche Ernährung
  • Alle Artikel lassen sich einem dieser Cluster zuordnen
  • Aufeinander aufbauende Expertise – jeder Artikel baut auf dem nächsten auf

Beispiel 3: Life Coach (die Grauzone)

Life Coaching ist breit. Klar. Aber auch hier gilt das Prinzip:

❌ Zu breit: Artikel über Beziehungen, Karriere, Mindset, Finanzen, Gesundheit, Spiritualität, Produktivität, Selbstliebe, Kommunikation...

Alles wichtig, keine Frage. Aber für Google (und für potenzielle Kund:innen!) ist das: "Sie macht... alles?"

✅ Fokussiert: 3 Kernbereiche: Karriere-Neuorientierung, Work-Life-Balance, Mindset-Arbeit. Diese 3 hängen zusammen und ergeben ein klares Profil.

Siehst du das Muster?

Warum ist das so wichtig?

1. Für Google: Je klarer deine Themenbereiche, desto besser kann Google dich als Expertin für diese Themen erkennen. Das führt zu besseren Rankings in der normalen Suche – nicht nur in Discover. Und zwar langfristig stabilere Rankings.

2. Für deine Leser:innen: Menschen wollen Expert:innen, nicht Generalisten. Wenn jemand ein Problem mit ihrem ängstlichen Hund hat, will sie jemanden, der kontinuierlich über Hundepsychologie schreibt – nicht jemanden, der "auch mal" über Hunde bloggt.

3. Für deine Positionierung: Fokussierte Themen machen deine Positionierung klarer. Sowohl online als auch für potenzielle Kund:innen. Du wirst nicht mehr als "macht irgendwas mit Coaching" wahrgenommen, sondern als "DIE für Thema X, Y, Z".

Die große Frage: Wie viele Themen braucht dein Content?

Google sagt nicht "Ein Thema pro Website". Das wäre unrealistisch und auch ziemlich langweilig.

Aber: 3-4 Themen-Cluster sind ideal.

Diese Cluster können verwandt sein:

  • Hundetraining → Welpen, Leinenführigkeit, Hundepsychologie, Alltag mit Hund
  • Ernährung → Darmgesundheit, Anti-Entzündlich, Meal Prep, Ernährung bei Stress

Oder auch unterschiedlich, solange sie zu deinem Angebot passen:

  • Life Coach → Karriere-Neuorientierung, Mindset, Work-Life-Balance

Das Prinzip dahinter: Klar erkennbare Bereiche, in denen du kontinuierlich Tiefe aufbaust.

Was das NICHT heißt

Keine Sorge, du musst nicht:

  • Nur noch über ein einziges Thema schreiben
  • Deine Website auf ein Mikro-Nischenthema reduzieren
  • Alle bisherigen Blogbeiträge löschen, die nicht ins Schema passen
  • Perfekt sein von Anfang an

Du solltest aber ab jetzt:

  • Bewusster entscheiden, zu welchen 3-4 Themen du schreibst
  • Diese Themen konsequent bespielen
  • Nicht alle 2 Wochen ein komplett neues Thema anfangen, weil du gerade Lust drauf hast

Das ist der Unterschied zwischen "Ich blogge halt" und "Ich baue systematisch Expertise auf".

So wirst du für konkrete Themen sichtbar

Okay, Theorie verstanden. Jetzt zur Praxis: Wie machst du das konkret für deine Selbstständigkeit? Ich zeig's dir Schritt für Schritt.

Schritt 1: Bestandsaufnahme (10 Minuten)

Schnapp dir einen Kaffee und schau dir an, was du in den letzten 6 Monaten gebloggt hast.

Frag dich:

  1. Zu welchen Themen habe ich geschrieben?
  2. Welche dieser Themen gehören zusammen?
  3. Welche Themen waren Einzelgänger?

Beispiel-Analyse einer Hundetrainerin:

  • 5 Artikel über Welpentraining ✅
  • 3 Artikel über Leinenführigkeit ✅
  • 2 Artikel über Hundepsychologie ✅
  • 1 Artikel über Zeitmanagement ❌
  • 1 Artikel über Instagram-Reels ❌
  • 1 Artikel über "Mein Weg zur Selbstständigkeit" ❌

Erkenntnis: Die Hundethemen sind stark. Die anderen drei Artikel? Zahlen nicht auf die Expertise ein. Waren vielleicht nett zu schreiben, aber strategisch... nunja.

Schritt 2: Deine 3-4 Themen-Cluster definieren

Jetzt wird's strategisch. Wähl 3-4 Themen, die:

  1. Zu deinem Angebot passen (du bietest ja tatsächlich Leistungen in diesen Bereichen an)
  2. Nachfrage haben (Menschen suchen danach bei Google)
  3. Zusammenhängen (ergeben ein stimmiges Gesamtbild von dem, wofür du stehst)

Beispiel Ernährungsberaterin:

  • Cluster 1: Ernährung bei chronischem Stress
  • Cluster 2: Darmgesundheit und Verdauung
  • Cluster 3: Meal Prep für Berufstätige
  • Cluster 4: Anti-entzündliche Ernährung

Diese vier Cluster:

  • Passen zusammen (alle Ernährung, klar)
  • Sprechen eine ähnliche Zielgruppe an (berufstätige Menschen mit Stress)
  • Ergeben ein klares Profil (Ernährung für den stressigen Alltag)
  • Führen vielleicht einzeln immer zu einem anderen deiner Angebote

Siehst du, wie das ein rundes Bild ergibt? Du bist nicht "irgendwas mit Ernährung", sondern speziell für diese Themen die Expertin.

Schritt 2: Deine 3-4 Themen-Cluster definieren

(Einfach wie ursprünglich - Ernährungsberaterin mit ihren 4 Clustern)

Schritt 3: Wie findest du konkrete Themen für diese Cluster?

Die Frage, die viele Selbstständige stellen, ist dann meistens: "Okay Marlis, ich habe meine 4 Cluster. Aber worüber schreibe ich jetzt konkret?" Und ja, ich weiß. Deine Zeit ist endlich und irgendwann willst du ja auch mal Feierabend haben.

Also lass dir von meinem Ansatz erzählen:

Denk von deinen Angeboten aus.

Beispiel: Du bist Ernährungsberaterin. Du hast das Angebot "Darm-Reset-Programm (6 Wochen)".

Frag dich also:

  • Was müssen zukünftige Kund:innen wissen, erkennen, ausprobieren, vorbereiten, denken, machen, können - um mein Angebot haben zu wollen?
  • Wie kann ich diese potenziellen Kund:innen mit Content begleiten von "ich habe ein Problem, kenne aber noch keine Lösung" bis hin zu "das will ich kaufen"?

Und dann erstellst du zu deinem Angebot eine Content-Kollektion.

Siehst du?

  • Alle Beiträge entstehen ganz natürlich zu deinen spezifischen Themen-Clustern
  • Alle Beiträge bereiten potenzielle Kund:innen auf dein Angebot vor
  • Keiner ist einfach nur plump "Kauf mein Programm"
  • Aber alle führen natürlich dorthin

So wird Content nicht "irgendwas Interessantes", sondern strategisch Teil deiner Kundengewinnung.

Genau diesen Ansatz setzen Selbstständige in meinem CONTENTBOOST-Programm um: Sie erstellen eine Content-Kollektion für ein konkretes Angebot. Inhalte, die nicht verpuffen, sondern genau dafür gedacht sind, dieses Angebot immer wieder organisch auffindbar zu machen. In Suchmaschinen. Auf Social Media. Bei Pinterest. Im Newsletter.

Der entscheidende Punkt dabei ist nicht die Menge, sondern die Dauer. Der Content ist so aufgebaut, dass er nicht nur kurz Aufmerksamkeit bekommt, sondern langfristig für Sichtbarkeit sorgt. Für Menschen, die heute suchen. Und für die, die erst in drei oder sechs Monaten an genau diesem Punkt stehen.

Und das Beste daran: Dieser Content entsteht in einem Rutsch. Er wird einmal strategisch geplant, erstellt und vorbereitet. Danach arbeitet er für dich weiter. Die Algorithmen übernehmen, während du nicht mehr jede Woche neu überlegen musst, worüber du posten oder bloggen solltest. Kein Dauerfeuer, kein Content-Hamsterrad.

Alles ist fertig, aufeinander abgestimmt und sinnvoll vorgeplant. Und du hast wieder Raum im Kopf. Für dein Business. Für deine Kundinnen. Oder ganz banal: für Wochenenden ohne Laptop.

Erfahre unverbindlich mehr über den CONTENTBOOST

Schritt 4: Interne Verlinkung zwischen Cluster-Artikeln

Das ist ehrlich gesagt der Boost-Faktor, den viele komplett ignorieren.

Wenn du mehrere Artikel zum gleichen Cluster hast: Verlink sie untereinander.

Und zwar nicht als brave Liste am Ende ("Weitere Artikel zu diesem Thema"), sondern natürlich im Fließtext.

Beispiel: "Viele Menschen mit Reizdarm fragen sich, welche Lebensmittel sie meiden sollten. Eine anti-entzündliche Ernährung (diese Wortgruppe wird verlinkt zu einem anderen Beitrag von dir) kann hier oft schon deutliche Verbesserungen bringen, auch ohne strikte Eliminationsdiät."

Das zeigt Google: Diese Artikel gehören thematisch zusammen. Du hast nicht nur mal einen Artikel zu Reizdarm geschrieben, sondern beschäftigst dich kontinuierlich damit. Das verstärkt deine Expertise-Signale massiv.

Auch dieses Prinzip nutzen wir bei der Erstellung einer Content-Kollektion im CONTENTBOOST.

Was das für deine Sichtbarkeit bedeutet

Kurzfristig (3-6 Monate):

  • Du rankst besser für Suchbegriffe in deinen Clustern
  • Deine Rankings werden stabiler (weniger wilde Schwankungen bei Updates)
  • Neue Artikel performen schneller (weil Google schon weiß, dass du dich mit dem Thema auskennst)

Langfristig (12+ Monate):

  • Du wirst als DIE Expertin für diese Themen wahrgenommen
  • Google vertraut deinem Content in diesen Bereichen mehr
  • Du ziehst automatisch die richtige Zielgruppe an (Menschen, die genau diese Themen suchen)

Zusatzvorteil durch den CONTENTBOOST:

  • dein Angebot wird immer wieder für neue Leute sichtbar
  • du erreichst deine Zielgruppe sowohl dann, wenn sie schon kaufbereit sind als auch dann, wenn sie noch gar nicht wissen, dass es dich und deine Lösung gibt
  • durch die einmalige Erstellung gewinnst du Zeit zurück - du musst nicht mehr wöchentlich bloggen oder täglich Posts erstellen
  • du sparst Geld, weil du auch unabhängig von Werbeanzeigen Leads generieren kannst - einfach weil deine Themen (und damit dein Angebot) ständig in Suchmaschinen, auf Social Media und bei Pinterest sichtbar sind

Das Google Discover Update macht also nur noch deutlicher, was sich eh schon abzeichnet: Fokussierte, spezifische Expertise in klaren Themenbereichen ist das, was Google (und deine Zielgruppe) sehen will.

Du kannst das alleine machen. Klar. Oder du lässt dich dabei begleiten, damit du nicht 6 Monate in die falsche Richtung läufst.

→ Mehr Infos zum CONTENTBOOST

FAQ zum Google Discover Update

Muss ich jetzt alle meine alten Beiträge löschen, die nicht zu meinen Clustern passen?

Nein, auf keinen Fall. Google bestraft nicht aktiv Beiträge, die thematisch daneben liegen. Die bleiben einfach da.

Aber: Neue Blogbeiträge sollten fokussiert sein. Die alten kannst du lassen, eventuell später mal archivieren, oder – wenn du Lust hast – zu einem Cluster "umwidmen" durch Überarbeitung. Aber kein Stress, ehrlich.

Wie lange dauert es, bis Google meine neue fokussierte Strategie erkennt?

Erfahrungsgemäß 3-6 Monate. Google muss erst sehen, dass du kontinuierlich zu bestimmten Themen schreibst. Ein einzelner Blogbeitrag reicht halt nicht.

Aber: 5-8 Artikel zu einem Thema? Da zeigt sich bereits ein klares Muster. Und dann wirst du mit einer guten Content-Strategie Ergebnisse sehen.

Kann ich auch zu B2B-Themen fokussierte Cluster aufbauen?

Absolut! Das Prinzip gilt für B2B genauso wie für B2C.

Eine Führungskräfte-Coach könnte Cluster haben wie: Konfliktmanagement, Teamentwicklung, Führung in der Transformation. Auch hier: Fokussierte Expertise schlägt breites Themen-Hopping.

Was ist, wenn ich zu vielen verschiedenen Dingen arbeite?

Dann ist die Frage: Ist dein Blog für dein gesamtes Business, oder für einen Bereich davon?

Viele haben mehrere Standbeine. Das ist auch gut so. Aber der Blog sollte sich auf 3-4 Themen konzentrieren, die zusammenhängen. Du musst nicht alles, was du machst, auch bloggen.

Manchmal ist weniger wirklich mehr.

Gilt das auch für Social Media Content?

Die Prinzipien – ja. Auch auf LinkedIn oder Instagram profitierst du davon, wenn du konsistent zu bestimmten Themen postest.

Aber: Social Media ist schnelllebiger. Die "Cluster" können dort flexibler sein. Und du darfst auch mal spontan über was anderes posten, ohne dass dir gleich die Sichtbarkeit wegbricht.

Fazit: Was du nach dem Google Discover Core Update tun solltest

Lass uns kurz zusammenfassen, was wir hier gelernt haben:

Das Google Discover Update zeigt eine Richtung: Google will Expertinnen sehen, nicht Content-Maschinen, die über alles und jeden schreiben. Und ehrlich? Das ist gut so.

Weil fokussierte Expertise nicht nur gut für Google ist. Es ist auch gut für dich. Klarere Positionierung, bessere Sichtbarkeit, die richtige Zielgruppe. Win-Win-Win.

Deine nächsten Schritte:

1. Check deinen Discover-Traffic (Search Console → Discover-Tab, dauert 2 Minuten)

  • Wenn ja: Das Update könnte dich betreffen
  • Wenn nein: Die Prinzipien sind trotzdem relevant für die normale Suche

2. Definiere deine 3-4 Themen-Cluster

  • Was passt zu deinem Angebot?
  • Was hat Nachfrage?
  • Was hängt zusammen?

3. Plane deinen Content nach Clustern

  • Jeder neue Beitrag gehört zu einem Cluster
  • Regelmäßig zu allen Clustern schreiben und optimieren (nicht perfekt verteilt, aber konsequent optimieren)
  • Interne Verlinkung zwischen verwandten Blogbeiträgen

4. Hab Geduld für mindestens 6 Monate

  • Google braucht Zeit, um deine Expertise zu erkennen
  • Aber dann zahlt es sich aus, versprochen

Das Google Discover Update ist letztlich ein Signal für etwas Größeres: Die Zeit der "Ich schreib mal über dies und das"-Beiträge ist vorbei.

Google will sehen, dass du weißt, wovon du redest. Dass du nicht nur mal über ein Thema schreibst, sondern dich wirklich damit beschäftigst. Dass du Tiefe hast, nicht nur Breite.

Und das ist eine gute Entwicklung. Weil es die belohnt, die echte Expertise aufbauen wollen. Die strategisch denken. Die Content nicht als "muss man halt machen" sehen, sondern als Werkzeug für gezielte Sichtbarkeit.

Wenn du dabei Unterstützung brauchst:

In CONTENTBOOST entwickeln wir gemeinsam eine Content-Kollektion rund um ein Angebot. Damit jeder Blogbeitrag auf deine Sichtbarkeit und dein Business einzahlt. Hol dir ganz unverbindlich meine Info-Mails dazu.

Sei sichtbar. Die Welt braucht dich und das, was du kannst.

🍀 Marlis

Marlis Schorcht sitzt am Tisch und schaut in die Kamera. SIe hält eine Tasse Kaffee in den Händen.

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1. Meinem CONTENTBOOST-Kurs, in dem du in nur 6 Wochen dein Angebot dauerhaft und stressfrei in Suchmaschinen, Social Media, Pinterest und Newsletter sichtbar machst, um kontinuierlich neue Leute zu erreichen.

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