Wer als Selbstständige online sichtbar ist, aber kein Freebie auf der Website hat, verliert jeden Tag potenzielle Kontakte. Denn dein Content kann noch so gut sein - aber Content allein reicht oft nicht, um aus Leser:innen direkt auch Käufer:innen zu machen.
Denn fast niemand kauft aus der Kalten heraus bei wildfremden Menschen. Sorry, ist leider so.
Ich begleite seit 2018 Selbstständige und Unternehmen mit kleinen Teams dabei, online Kund:innen zu gewinnen. Und ich weiß...es macht einen Unterschied, ob man einfach nur seine Angebote auf der Website sichtbar macht oder nunmal auch Vertrauen aufbaut und Vorarbeit zum Kauf leistet - zum Beispiel mit einem Freebie, auch bekannt als Leadmagnet.
Nach diesem Beitrag weißt du:
- was dich jede Woche ohne Freebie an verpassten Kontakten kostet
- warum guter Content allein keinen Euro auf dein Konto bringt
- was zwischen "jemand findet dich" und "jemand bucht bei dir" fehlt
- was Selbstständige anders machen, deren Liste wirklich wächst
In diesem Beitrag gehe ich sechs Konsequenzen durch, die ich in meiner Arbeit immer wieder sehe. Damit du es besser machen kannst.
1. Jeder Website-Besuch ohne Freebie ist ein verlorener Kontakt
Lass uns mal kurz rechnen. Angenommen, deine Website hat 500 Besucher:innen im Monat. Das ist eigentlich gar nicht viel - für viele Selbstständige, die etwas Content machen, ist das realistisch. Von diesen 500 interessieren sich vielleicht 10 Prozent ernsthaft für dein Thema. Das sind 50 Menschen pro Monat, aus denen Kund:innen werden könnten.
Was passiert mit denen? Die lesen einen Bogbeitrag (den gibt es ja hoffentlich bei dir), schauen sich um, klicken ein bisschen rum...und dann: Tab zu. Weg. Du weißt nicht, wer die waren, du kannst ihnen nicht schreiben.
50 pro Monat. 600 im Jahr. Menschen, die sich für genau dein Thema interessieren – und du hattest keinen Weg, sie aufzufangen.
Das Irre daran: Du merkst es nicht mal. Weil du diese Besucher ja nie zu Gesicht bekommst. In Google Analytics siehst du, dass Leute auf deiner Seite waren. Aber wer die waren und was sie gebraucht hätten – das wirst du nie erfahren. Jedenfalls nicht ohne System.
Mit einem Freebie bleiben dir diese Kontakte erhalten. Nicht alle, klar. Aber ein Teil davon. Und das macht über die Monate einen enormen Unterschied.
2. Dein Content arbeitet, aber bringt nichts zurück
Für mich der frustrierendste Punkt von allen. Du steckst Stunden in guten Content – Blog, Social Media, mal ein Reel oder ein Karussell-Post. Der Content ist gut, das ist ja das Ding. Die Leute liken, kommentieren, teilen. Du bekommst Nachrichten wie "Super hilfreich!" und "Genau das, was ich gebraucht hab!"
Dann schaust du auf deine Zahlen. Neue Kontakte? Anfragen? Buchungen? Nix. Du fragst dich, ob du das Falsche postest. Ob dein Thema einfach nicht zieht.
Meistens liegt es gar nicht am Content. Sondern daran, dass er nirgendwo hinführt.
Ich hab das bei so vielen Kundinnen gesehen. Die machen richtig substanziellen Content – echtes Wissen, Praxiserfahrung. Nur gab es keinen nächsten Schritt, keinen Übergang von "hilfreicher Post" zu "ich will weitere Informationen".
Ein Freebie gibt deinem Content ein Ziel. Einen Ort, wo die ganze Energie hinfließt. Wo aus "interessiert" ein "in Kontakt" wird. Ohne dieses Ziel ist Content...naja, Beschäftigungstherapie. Harter Satz, ich weiß. Aber rechne mal deine wöchentlichen Stunden zusammen. Und dann frag dich: Was kommt davon zurück? (Und wo leitet dein letzter Blogbeitrag hin? Schau doch gleich mal nach.)
3. Du bist unsichtbar – trotz Reichweite
Klingt wie ein Widerspruch, oder? Du postest dreimal die Woche, hast 800 Follower, bekommst regelmäßig Likes. Klar bist du sichtbar. Aber bist du auch erreichbar?
Social Media ist geliehener Boden. Der Algorithmus entscheidet, wer deine Beiträge sieht. Selbst deine eigenen Follower bekommen nur jeden dritten Post angezeigt. Wenn Instagram morgen seine Regeln ändert – was ständig passiert –, halbiert sich deine Reichweite über Nacht.
Ich hatte eine Kundin, deren Account drei Wochen gesperrt wurde. Irgendein Richtlinienverstoß, den sie bis heute nicht nachvollziehen kann. Drei Wochen kein Zugang zu ihren Followern. Keine Möglichkeit, die zu erreichen. Kein Backup.
Per E-Mail wäre das nicht passiert. Deine E-Mail-Liste gehört dir. Da entscheidest du, wann du schreibst. Da kommt deine Nachricht im Postfach an – nicht irgendwo in einem Feed zwischen Katzenvideos und Werbung. Aber ohne Freebie hast du halt keine volle Liste. Oder eine, die seit Monaten bei 28 Adressen steht, weil sich einfach niemand einträgt.
4. Du verpasst Menschen, die jetzt kaufen würden
Den hier finde ich am teuersten – obwohl er komplett unsichtbar ist.
Jeden Tag kommen Menschen auf deine Website, die genau das Problem haben, bei dem du helfen könntest. Manche wären sogar bereit zu buchen. Aber wie ich in der Einleitung schon gesagt hab: Aus der Kalten kauft fast niemand. Die meisten brauchen 5 bis 10 Berührungspunkte, bevor sie sich entscheiden. Das geht nur, wenn du nach dem ersten Besuch noch erreichbar bist.
Per E-Mail kannst du das. Du schickst eine Willkommensmail, dann vielleicht noch einen Tipp, irgendwann ein Angebot. Du baust eine Beziehung auf. Per Instagram-Feed? Vergiss es. Da hast du genau einen Moment – und der ist nach dem nächsten Scroll vorbei.
Ohne Freebie verlierst du diese Menschen beim ersten Besuch. Die kommen in der Regel nicht nochmal. Der Algorithmus zeigt ihnen deinen nächsten Post nicht unbedingt, und bei Google müssten sie sich erinnern, wie sie dich überhaupt gefunden haben.
Meine Kundin Daniela hat das irgendwann verstanden. Sie erreicht mit ihrem Content täglich potentielle Kund:innen und rund 40 Personen melden sich jeden Tag für ihr Freebie an. Und so füttert sie Stück für Stück die Warteliste ihres Kurses, den sie zweimal im Jahr startet. Organisch, ohne Ads.
5. Du wirst zur kostenlosen Tipp-Geberin
Guter Content ohne System hat einen Nebeneffekt, über den kaum jemand spricht.
Wenn du regelmäßig echtes Wissen rausgibst, aber es keinen sichtbaren Übergang zu deinem Angebot gibt, gewöhnen sich die Leute an die kostenlosen Tipps. Das wird halt deine Rolle: Die, die hilfreiche Posts macht.
Bis du irgendwann sagst: "Hey, ich hab auch ein Angebot." Und dann sind manche überrascht. Oder denken: Warum sollte ich zahlen, wenn ich die Tipps umsonst bekomme?
Ein Freebie verändert diesen Rahmen komplett. Es ist der Einstieg in eine Beziehung – nicht das Ende. Nach dem Freebie kommt eine Willkommensmail, dann eine kleine Serie, dann ein Angebot. Das ist was ganz anderes als "kostenlose Tipp-Geberin auf Instagram".
Guter Content bleibt der Motor für alles. Aber Content ohne System macht dich sichtbar, nicht buchbar.
6. Die Rechnung, die sich niemand traut aufzumachen
Ich mach die mal für dich. Weil Zahlen manchmal helfen, Dinge klarer zu sehen.
Angenommen, du investierst 6 Stunden pro Woche in Content und Social Media. Das sind 24 Stunden im Monat. Ein ganzer Arbeitstag pro Woche. Und angenommen, du könntest mit einem Freebie auch nur 5 Prozent deiner Website-Besucher in Newsletter-Abonnent:innen verwandeln. Bei 500 Besuchern sind das 25 neue Kontakte pro Monat. 300 im Jahr.
Von diesen 300 Kontakten werden – konservativ geschätzt – 2 bis 3 Prozent über die Zeit bei dir kaufen. Das sind 6 bis 9 Kund:innen pro Jahr. Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 500 Euro reden wir von 3.000 bis 4.500 Euro. Die du gerade nicht machst. Weil die 25 Kontakte pro Monat einfach durchrutschen.
Wohlgemerkt: Das ist die konservative Version. Bei mehr Traffic, einer besseren Conversionrate oder einem höheren Auftragswert verschieben sich diese Zahlen schnell.
Ein Freebie ist eben keine nette Spielerei – es ist ein Umsatz-Hebel. Jeder Tag ohne ist ein Tag, an dem Kontakte durchrutschen, aus denen Kund:innen hätten werden können.
Was all das gemeinsam hat
Sechs Punkte – und bei keinem lag es am schlechten Content oder am falschen Thema.
Das Muster ist immer dasselbe: Es fehlt ein System, das Interessierte auffängt. Ein konkreter Anlass, sich einzutragen. Etwas, das den Moment nutzt, bevor er vorbei ist.
Dieses System beginnt mit einem einzigen Baustein: einem Freebie. Etwas, das so relevant und konkret ist, dass die Anmeldung sich wie ein No-Brainer anfühlt. Kein 30-seitiges PDF mit Allgemeinwissen, sondern etwas, das ein konkretes Problem löst.
Du musst deinen Content dafür nicht komplett umkrempeln. Der ist wahrscheinlich schon gut. Was fehlt, ist der eine Baustein, der aus Besucher:innen Kontakte macht – und aus Kontakten Kund:innen.
Wenn du das Thema nicht alleine angehen willst: In meinem Online-Training Dein "Das will ich haben"-Freebie zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du einen Lead Magnet erstellst, der wirklich Anmeldungen bringt. Mit dem Code FREE26 sparst du 100 €.
Sei sichtbar. Die Welt braucht dich und das, was du kannst.
Marlis

