Kaum hat man verstanden, wie wichtig ein CTA ist, kippt man ins andere Extrem: Plötzlich steht in jedem zweiten Absatz „Jetzt anmelden“, „Hier kaufen“, „Schau dir das an“. Gut gemeint – aber es wirkt genau gegenteilig. Die Leserin fühlt sich bedrängt und klickt am Ende gar nichts.
Die Frage „wie viele CTAs pro Blogbeitrag“ ist deshalb gar nicht so banal, wie sie klingt. Es geht nicht um eine magische Zahl, sondern um Klarheit. Ich zeige dir, wie viele wirklich sinnvoll sind, warum zu viele weniger verkaufen und wie du sie über den Beitrag verteilst – mit einem konkreten Beispiel.
Wie viele CTAs ein Blogbeitrag idealerweise hat, warum zu viele sogar weniger verkaufen und wo du sie am besten platzierst – inklusive einer konkreten Verteilung als Beispiel.
Kurz gesagt: Setz pro Blogbeitrag auf genau ein Ziel – einen primären CTA, den du zwei- bis dreimal natürlich wiederholst. Mehr verschiedene Handlungsaufforderungen verwirren und senken die Klickrate, weil die Leserin sich entscheiden muss, statt einfach zu handeln. Idealerweise platzierst du den CTA einmal als beiläufigen Inline-Link in der Mitte und einmal klar am Ende. Ein, zwei sanfte Lese-Links zu verwandten Beiträgen sind erlaubt – sie zählen nicht als konkurrierende CTAs.
Wie viele CTAs sind ideal?
Ein Ziel pro Beitrag. Das ist die wichtigste Regel. Überleg dir vor dem Schreiben: Was soll diese eine Leserin tun, wenn sie fertig ist? Sich ins Freebie eintragen? Den nächsten Beitrag lesen? Dein Angebot ansehen? Entscheide dich für eine Sache.
Diese eine Sache darfst du dann ruhig zwei- bis dreimal ansprechen – das ist keine Penetranz, sondern Hilfe. Nicht jede liest bis zum Ende, und nicht jede ist beim ersten Mal bereit. Wenn du denselben CTA an zwei, drei Stellen anbietest, erwischst du Menschen in unterschiedlichen Momenten.
Was du vermeidest, sind konkurrierende Ziele. „Trag dich ein“ und „kauf das“ und „lies das“ und „folg mir auf Instagram“ in einem Beitrag – das ist, als würdest du jemandem vier Türen gleichzeitig aufhalten. Die meisten gehen dann durch keine.
Warum verkaufen zu viele CTAs weniger?
Wegen eines Effekts, den Verhaltensforscher:innen gut kennen: Je mehr Optionen, desto schwerer die Entscheidung – und desto häufiger entscheidet man sich für gar nichts. Das berühmte Marmeladen-Experiment hat das gezeigt: An einem Stand mit 24 Sorten blieben mehr Leute stehen, aber an einem Stand mit nur 6 Sorten kauften deutlich mehr. Auswahl zieht an, aber sie lähmt auch.
Im Blogbeitrag ist es genauso. Jeder zusätzliche, andersartige CTA erhöht die Last der Entscheidung. Die Leserin denkt nicht „super, so viel Auswahl“, sondern „was davon jetzt?“ – und macht das Fenster zu.
Ein Beispiel: Eine Texterin hatte unter jedem Beitrag drei Buttons – Newsletter, Erstgespräch, Portfolio. Nichts lief. Als sie auf einen einzigen reduzierte (das Freebie für den Newsletter), stiegen die Eintragungen spürbar. Nicht, weil die anderen Angebote schlecht waren, sondern weil endlich klar war, was zu tun ist.
Wie so eine saubere CTA-Verteilung in echten Beiträgen aussieht, zeigt dir die CONTENT BOX an 24 fertigen Contentprojekten – inklusive der Stelle, an der der CTA jeweils sitzt.
Wo platzierst du die CTAs im Beitrag?
Drei Stellen funktionieren gut, und du musst nicht alle drei nutzen:
- Beiläufig in der Mitte. Wenn du im Text auf etwas verweist, das die Person weiterbringt, verlinke es als normalen Satz. Das wirkt nicht wie Werbung, sondern wie ein hilfreicher Hinweis – und genau deshalb wird es geklickt.
- Am Ende, klar und sichtbar. Hier hat die Leserin den ganzen Mehrwert bekommen und ist am ehesten bereit. Dein deutlichster CTA gehört ans Ende.
- Optional ganz oben. Bei langen Beiträgen kann ein kleiner Hinweis früh sinnvoll sein – aber dezent, nie als aufdringlicher Block direkt nach der Einleitung.
Ob du den CTA als gestaltete Box oder als schlichten Textlink bringst, macht übrigens einen großen Unterschied in der Wirkung – das habe ich dir bei CTA-Box oder Inline-Link auseinandergenommen.
Primärer und sekundärer CTA – was ist der Unterschied?
Du darfst durchaus zwei Ebenen haben, solange klar ist, welche die wichtigere ist. Der primäre CTA ist dein eigentliches Ziel – meistens der Eintrag ins Freebie oder der Weg zum Angebot. Der sekundäre CTA ist ein leiser Zweitweg für alle, die für den ersten noch nicht bereit sind, zum Beispiel ein Link zu einem weiterführenden Beitrag.
Wichtig ist die Rangordnung. Der primäre CTA ist deutlich, der sekundäre flüstert nur. Beispiel: Am Ende dieses Beitrags lade ich dich klar zum CONTENTBOOST System ein (primär) und verweise nebenbei auf einen weiteren Artikel (sekundär). Zwei Wege, aber keine Konkurrenz.
Beispiel: die CTA-Verteilung in einem Beitrag
Stell dir einen Beitrag von 1.200 Wörtern über Freebies vor. So könnte die Verteilung aussehen, ohne dass es nach Verkaufen schreit:
- In der Mitte ein Inline-Link: „Welche Freebie-Typen es gibt, liest du hier.“ (sekundär, Lese-CTA)
- Am Ende der klare primäre CTA: „Hol dir die Freebie-Checkliste und finde dein passendes Format.“
Ein primäres Ziel, einmal beiläufig und einmal deutlich – das reicht. Wie du den ganzen Beitrag so baust, dass dieser Schluss-CTA sich natürlich anfühlt, zeige ich dir beim Verkaufen über einen Blogbeitrag. Und falls du dir unsicher bist, was ein CTA überhaupt leisten soll, lies nochmal nach, was ein CTA ist.
Zählen Sidebar, Pop-up und Menü auch als CTAs?
Ja – und genau das übersehen die meisten. Wenn du im Beitrag sauber auf einen CTA reduzierst, dann aber rundherum eine Sidebar mit drei Angeboten, ein Pop-up nach zehn Sekunden und ein Menü voller Links hast, ist die Seite trotzdem überladen. Die Leserin sieht das alles gleichzeitig, und die Entscheidungslast ist wieder da.
Denk deshalb nicht in „CTAs im Text“, sondern in „CTAs auf der ganzen Seite“. Alles, was die Leserin zu einer Handlung auffordert, konkurriert miteinander – egal, ob im Fließtext, am Rand oder als eingeblendetes Fenster.
Ein Beispiel: Ein Coach hatte einen fokussierten Beitrag mit einem einzigen CTA. Trotzdem trug sich kaum jemand ein. Der Grund saß daneben: eine Sidebar mit Links zu Podcast, Instagram, zwei Angeboten und einem zweiten Freebie. Als die Sidebar auf das eine relevante Freebie reduziert wurde, stiegen die Eintragungen deutlich.
Meine Empfehlung: Pro Seite ein klares Hauptziel. Die Sidebar, falls du eine hast, unterstützt genau dieses Ziel statt davon abzulenken. Auf Pop-ups, die das Lesen unterbrechen, verzichtest du besser ganz – warum aufdringliche Einblendungen sogar dein Ranking kosten können, habe ich dir bei CTA-Box oder Inline-Link aufgeschrieben.
Halt es einfach: ein Ziel pro Beitrag, zwei- bis dreimal angesprochen, klar nach Wichtigkeit sortiert. Weniger CTAs, die ziehen, schlagen viele, die sich gegenseitig blockieren.
Wenn du fertige Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Blogbeiträge willst, die Umsatz bringen können, findest du 24 davon in der CONTENT BOX.
Sei sichtbar. Die Welt braucht dich und das, was du kannst.
Marlis

