Hast du manchmal das Gefühl, dass alles, was du sagen willst, bereits gesagt wurde? Dass du vergleichbar bist? Fühlst du dich manchmal austauschbar, wenn du so durch deinen Feed auf Instagram scrollst? Hörst du dann von allen Seiten „Zeig einfach DICH“, „Finde deine eigene Ansprache“ oder „Finde dein Alleinstellungsmerkmal“ – und weißt trotzdem nicht, wo du anfangen sollst?
Dann ist dieser Beitrag für dich. Ich zeige dir, was ein USP wirklich ist, wie du deinen mit drei Fragen findest – und dann stelle ich dir drei kreative Ideen vor, wie du deine Einzigartigkeit sichtbar machst, an die du vielleicht noch nicht gedacht hast. Los geht’s!
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Kurz gesagt: Dein USP (Alleinstellungsmerkmal) ist das, was dich von deinen Mitbewerber:innen unterscheidet – und er steckt selten im Fachwissen, sondern in dir: deiner Herangehensweise, deiner Geschichte, deiner Art. Du findest ihn über drei Fragen: Wofür loben dich Kund:innen wirklich? Was machst du anders als die anderen in deinem Feld? Was würdest du nie tun, auch wenn es alle machen? Und dann gilt: Einen USP zu haben reicht nicht – du musst ihn sichtbar machen. Drei kreative Wege dafür: echte Fotos statt austauschbarer Grafiken, ein eigenes Marketing-Erlebnis statt Schema-F-Launches und sogar eigene Musik als Wiedererkennung.
Was ist ein USP – und warum reicht es nicht, ihn aufzuschreiben?
USP steht für „Unique Selling Proposition“ – dein Alleinstellungsmerkmal. Es ist die Antwort auf die Frage, warum jemand ausgerechnet bei dir kaufen soll und nicht bei den vielen anderen, die Ähnliches anbieten. Und hier kommt die wichtigste Erkenntnis: Dein USP steckt selten in deinem Fachwissen. Das haben andere auch. Er steckt in der Kombination aus dir – deiner Herangehensweise, deiner Geschichte, deinen Werten, deiner Art zu arbeiten.
Und gleich der zweite wichtige Punkt: Einfach nur über deine Alleinstellungsmerkmale zu schreiben, reicht nicht, um deine zukünftigen Kund:innen für dich zu begeistern. Ein USP, der nur auf deiner Über-mich-Seite steht, wirkt nicht. Er muss in allem spürbar sein, was du tust – in deinen Bildern, deinen Texten, deinem Auftreten. Erst dann grenzt er dich wirklich ab. Wie du ihn findest und dann sichtbar machst, schauen wir uns jetzt an.
Wie findest du deinen USP? Stell dir diese 3 Fragen
Dein Alleinstellungsmerkmal musst du nicht erfinden – du musst es entdecken. Diese drei Fragen helfen dir dabei:
- Wofür loben dich deine Kund:innen wirklich? Schau in Feedback, Nachrichten und Gespräche: Was wird immer wieder genannt? Oft ist es nicht das Fachliche, sondern „deine Ruhe“, „deine klare Art“, „dass du zuhörst“. Genau da liegt dein USP.
- Was machst du anders als andere in deinem Feld? Vielleicht arbeitest du strukturierter, persönlicher, direkter. Vielleicht verbindest du zwei Welten, die sonst niemand zusammenbringt. Der Unterschied muss nicht spektakulär sein – er muss echt sein.
- Was würdest du nie tun, auch wenn es alle machen? Deine Haltung grenzt dich genauso ab wie deine Stärken. Wer klar sagt, wofür er nicht steht, wird für die Richtigen erst recht interessant.
Aus den Antworten formst du ein, zwei klare Sätze – dein USP in Kurzform. Wie du daraus eine knackige Selbstvorstellung machst, liest du beim perfekten Elevator Pitch. Und jetzt zum eigentlichen Spaß: ihn sichtbar machen. Hier kommen drei Ideen, an die kaum jemand denkt.
Idee 1: Nutze Fotos, die deine Persönlichkeit sichtbar machen!
Ich weiß nicht, wie es dir geht – aber ich bin etwas gelangweilt von all den durchgestylten Instagram-Accounts, auf denen eine Grafik nach der anderen auf mich wartet. Grafiken, die zwar total hübsch oder cool sind, aber irgendwie dann doch austauschbar. Grafiken, die vielleicht auch informativ sind, aber so unpersönlich!
Ich gestehe: Ich mag Fotos! Durch Fotos fühle ich mich persönlich angesprochen. Ich kann eine persönliche Bindung zur Person aufbauen. Ich kann spüren und sehen, ob die Person sich auf mich freut, wie es ihr geht und ob ihr Lächeln authentisch ist. Über Fotos fühle ich mich einer Person viel näher als über Grafiken.
Und vielleicht geht es dir ja auch so! Vielleicht fühlst auch du dich nicht abgeholt, wenn du an einem Webinar teilnimmst, das mit Folien arbeitet, aber die Person nicht zu sehen ist. Oder wenn du eine persönliche Frage beantworten sollst, die Fragesteller:in aber nicht siehst.
Daher empfehle ich dir: Nutze Fotos, um deine Persönlichkeit sichtbar zu machen! Mach Fotos, damit deine zukünftigen Kund:innen sich direkt gut fühlen bei dir. Mach Fotos, damit sie wissen, wie du arbeitest, wo und warum. Mach Fotos, um deine Einzigartigkeit zu zeigen und dich von deinen Mitbewerber:innen abzugrenzen. Denn DICH gibt es nur einmal! Und keine Sorge: Dafür brauchst du kein Hochglanz-Shooting – echte, sympathische Alltagsfotos wirken oft stärker als perfekt inszenierte. Warum Persönlichkeit überhaupt so viel für deine Sichtbarkeit tut, liest du bei Online sichtbar sein.

Idee 2: Erschaffe dein ganz eigenes Marketing-Erlebnis!
Weißt du, was ich neben all den cleanen Instagram-Feeds auch nicht mehr sehen mag? Einladungen zur nächsten 5-Tage-Challenge. Ich meine: Ja, für manche Branchen eignet sich eine 5-Tage-Challenge, um ein Produkt zu launchen. Aber für die meisten leider nicht. Und damit du nicht vergleichbar und vorhersehbar wirst mit deinem Launch, lohnt sich ein kleiner Perspektivwechsel. Es gibt mehr Strategien da draußen als eine 5-Tage-Challenge.
Und nein: Es geht nicht darum, so viel Umsatz wie möglich zu machen in deinem Launch. Es geht darum, deinen zukünftigen Kund:innen Lust auf dich und dein Produkt zu machen! Investiere Zeit, um eine Bindung zu deinen zukünftigen Kund:innen aufzubauen. Um dir eine Community aufzubauen. Um Fans zu gewinnen. Sei das Role-Model, die Expertin und das Vorbild für deine Fans. Zeig, was dich auszeichnet und was dich abgrenzt von deinen Mitbewerber:innen.
Am besten klappt das, wenn du deiner Community wirklich zuhörst. Mit etwas Übung hörst du sehr gut heraus, was all diese wundervollen Menschen als Nächstes von dir brauchen. Dann kannst du genau das Produkt erstellen – das ganz logisch zum nächsten Produkt führt, welches wiederum ganz logisch zum nächsten führt. Du erstellst sozusagen eine Produktkette und führst deine Kund:innen hindurch, mit ganz viel Liebe und Hilfe. Denn genau darum geht es ja: Du möchtest die glücklichsten Kund:innen der Welt, oder? Wie du so eine aufeinander aufbauende Kette gestaltest, liest du bei Produkttreppe optimieren. Ein Marketing, das aus dem Zuhören entsteht statt aus der Schablone, ist automatisch eins, das niemand kopieren kann.
Idee 3: Nutze Musik und stärke deine Einzigartigkeit!
Du kennst das: Du hörst die ersten Töne eines Werbespots und weißt sofort, um welches Produkt es sich handelt. Oder du hörst ein paar Takte aus einem vorbeifahrenden Auto und kannst sofort das Lied mitsingen. Oder du liest eine bestimmte Wortgruppe und hast plötzlich ein Lied im Kopf mit diesem Titel. Und dann denkst du: „I just can’t get you out of my head …“. Na, funktioniert’s?
Falls du mir schon länger auf Social Media folgst, weißt du: Ich liebe Musik! Und Musik kann deine Einzigartigkeit nicht nur sichtbar, sondern hörbar machen. Stell dir vor, ich scrolle durch meinen Feed, höre plötzlich eine Melodie und weiß sofort, dass das deine Werbeanzeige ist. Oder ich melde mich zu einem deiner Online-Workshops an und du startest mit deiner Melodie. Du pflanzt mir damit einen Ohrwurm ein, den ich automatisch mit dir, deinen Werten und deinen Leistungen in Verbindung bringe.
Ich bin mir sicher: Das würde dich total abgrenzen von deinen Mitbewerber:innen! Wie würdest du klingen – eher melodisch oder abstrakt? Eher laut oder leise? Eher wild oder ruhig? Ein eigener Jingle oder eine wiedererkennbare Hintergrundmusik lässt sich heute leichter umsetzen, als du denkst – von Komponist:innen, die genau solche Business-Jingles anbieten, bis zu lizenzfreier Musik, die du konsequent als „deinen“ Sound einsetzt. Wichtig ist die Wiedererkennung: immer derselbe Klang an denselben Stellen. Was du beim Einsatz von Musik in Werbeanzeigen rechtlich beachten solltest, liest du bei Musik in Werbeanzeigen.
Fazit: Sei kreativ und zeig deine Einzigartigkeit!
Einfach nur über deine Alleinstellungsmerkmale zu schreiben, reicht nicht, um deine zukünftigen Kund:innen für dich zu begeistern. Finde deinen USP über die drei Fragen – wofür man dich lobt, was du anders machst, wofür du stehst – und mach ihn dann konsequent sichtbar: über echte Fotos, über ein individuelles Marketing-Erlebnis, das aus dem Zuhören entsteht, oder sogar über deine ganz eigene Business-Musik. Zeig deinen zukünftigen Kund:innen, dass du die Richtige bist und genau das Richtige für sie anbietest.
Und wenn du deine Einzigartigkeit direkt in deine Selbstvorstellung auf Social Media packen willst, nehmen dir meine 7 Vorstellungsposts-Vorlagen die Arbeit ab – sieben fertige Aufbauten, die du nur noch mit deiner Geschichte und deinem USP füllst.
Welche der Ideen wirst du ausprobieren? Hinterlass mir gern einen Kommentar!
Sei sichtbar. Die Welt braucht dich und das, was du kannst.
Marlis

