2 Prozent Conversion. Klingt erstmal mager, oder? Die amerikanischen Marketing-Gurus reden von 30 Prozent und du sitzt vor deinen Zahlen und denkst, bei deinem Funnel ist was kaputt. Ist es wahrscheinlich nicht. Typische Funnel Conversion Rates liegen für Solo-Selbstständige in ganz anderen Bereichen, als das Internet dir weismachen will.
Aus der Arbeit mit über 300 Selbstständigen weiß ich: Die meisten vergleichen ihre Zahlen mit den falschen Benchmarks. Und fühlen sich dann schlecht, obwohl ihr Funnel eigentlich ganz ordentlich läuft.
Hier beantworte ich die Fragen, die mir dazu am häufigsten gestellt werden – mit ehrlichen Zahlen aus der Praxis, nicht aus dem Lehrbuch.
Welche Conversion-Raten normal sind, wie viele Webinar-Anmelder wirklich zuschauen und wie du ausrechnest, wie viel Traffic du für deinen Wunschumsatz brauchst – mit ehrlichen Zahlen aus der Praxis, nicht aus dem Lehrbuch.
Welche Conversion Rate ist normal für eine Landingpage?
Eine realistische Conversion Rate für eine Webinar-Landingpage liegt 2026 bei etwa 20 bis 30 Prozent, wenn der Traffic warm oder zumindest thematisch passend ist. Das heißt: Von 100 Menschen, die auf deiner Anmeldeseite landen, tragen sich 20 bis 30 ein. Der Benchmark, mit dem ich bei meinen Kundinnen rechne, ist 25 Prozent.
Das klingt erstmal nach „jede vierte Person“, und ja, das ist es auch. Aber da steckt halt einiges drin. Die Landingpage muss klar sein – also wirklich sofort zeigen, worum es geht und warum sich das lohnt. Und der Traffic muss passen. Wenn du Leute auf deine Seite schickst, die eigentlich was ganz anderes gesucht haben, dann nützt dir auch die beste Landingpage nichts.
Was ich in der Praxis oft sehe: Landingpages, die unter 15 % konvertieren, haben meistens eines von zwei Problemen. Entweder die Überschrift ist zu vage – „Mein kostenloses Webinar“ sagt halt nichts. Oder der Traffic passt nicht, weil die Anzeige was anderes verspricht als die Seite dann liefert.
Wie viele Webinar-Anmelder schauen wirklich zu?
Die sogenannte Show-up-Rate – also wie viele von denen, die sich anmelden, dann auch tatsächlich im Webinar erscheinen – liegt bei Evergreen-Webinaren konservativ bei 40 Prozent. Bei Live-Webinaren kann sie etwas höher sein, weil da der „Ich muss jetzt dabei sein“-Faktor stärker ist. Aber für die Planung rechne ich immer mit 40 Prozent, weil das ein ehrlicher Wert ist.
Das heißt: Von 100 Anmeldungen schauen sich 40 das Webinar tatsächlich an. Die anderen 60? Die haben sich angemeldet, fanden das interessant, und dann kam halt das Leben dazwischen. Termin vergessen, Kind krank, Handy abgelenkt. Das ist normal und kein Zeichen dafür, dass dein Webinar schlecht ist.
Was du tun kannst, um die Show-up-Rate zu verbessern: Reminder-Mails schicken (klingt banal, macht aber einen riesigen Unterschied). Und – ganz wichtig – den Zeitpunkt zwischen Anmeldung und Webinar kurz halten. Je länger die Leute warten müssen, desto mehr springen ab.
Welche Conversion Rate hat ein Webinar für ein Coaching oder einen Kurs?
Jetzt wird es spannend, denn hier geht es ums Eingemachte. Wie viele von denen, die dein Webinar schauen, buchen dann auch? Die ehrliche Antwort für ein Angebot im vierstelligen Bereich: etwa 2 Prozent. Bei einem gut optimierten Funnel können es 3 bis 3,5 Prozent werden.
Und ja, ich weiß – 2 Prozent klingt erstmal nach wenig. Ist es auch, rein zahlenmäßig. Aber rechne mal: Wenn 100 Leute dein Webinar schauen und 2 buchen dein Coaching für 2.000 Euro, sind das 4.000 Euro. Und die 100 Zuschauer:innen hast du dir nicht einzeln zusammengesucht – die kamen über ein System, das auch ohne dich läuft.
Eine meiner Kundinnen hatte bei ihrem Live-Webinar eine Conversion Rate von 13,6 Prozent. Das ist aber ein Ausreißer nach oben und nicht der Standard. Für die Planung: Rechne mit 2 Prozent, freu dich über alles darüber.
Was die Conversion Rate beeinflusst: Wie gut dein Webinar die richtigen Leute anspricht. Ob du im Webinar tatsächlich einen Knoten löst (nicht nur Wissen vermittelst, sondern eine Erkenntnis schaffst). Und ob dein Angebot am Ende logisch aus dem Webinar-Inhalt heraus entsteht – nicht als aufgesetzter Pitch, sondern als nächster Schritt.
Wenn du diese Zahlen nicht im Kopf jonglieren willst: Im GETTING RESULTS Marketing Kit steckt unter anderem ein Funnel-Dashboard, mit dem du genau diese Werte für dein Business durchrechnest – plus der fertige Funnel dazu.
Wie berechne ich, wie viel Traffic ich für meinen Wunschumsatz brauche?
Das ist eigentlich simple Mathematik, auch wenn es sich erstmal kompliziert anfühlt. Du rechnest rückwärts: Wunschumsatz geteilt durch Produktpreis ergibt die Anzahl der Verkäufe. Und dann rechnest du hoch, wie viele Webinar-Zuschauer, Anmeldungen und Landingpage-Besucher du dafür brauchst.
Ein Beispiel: Du willst 4.000 Euro im Monat mit deinem 2.000-Euro-Coaching machen. Das sind 2 Verkäufe. Bei 2 % Conversion brauchst du dafür 100 Webinar-Zuschauer:innen. Bei 40 % Show-up brauchst du 250 Anmeldungen. Und bei 25 % Landingpage-Conversion brauchst du 1.000 Besucher:innen auf deiner Anmeldeseite.
1.000 klingt nach viel. Aber das sind 33 am Tag. Und die kannst du über SEO, Social Media und gezielte Kooperationen zusammenbekommen – auch ohne riesige Reichweite.
Das Schöne an diesen Zahlen: Sie nehmen das Rätselraten raus. Du weißt genau, an welcher Stelle du schrauben musst. Zu wenig Anmeldungen? Dann ist es ein Traffic-Problem. Zu wenig Zuschauer? Show-up-Rate optimieren. Zu wenig Buchungen? Am Webinar selbst arbeiten.
Wenn du das mal für deine eigenen Zahlen durchrechnen willst – weiter unten findest du den Funnel-Rechner dafür.
Verbessern sich Funnel Conversion Rates mit der Zeit?
Und das ist einer der besten Aspekte an einem Funnel-System. Wenn du einmal die Grundstruktur stehen hast, kannst du Stück für Stück optimieren. Und jede kleine Verbesserung multipliziert sich durch den ganzen Funnel.
Wenn du deine Landingpage-Conversion von 25 auf 30 Prozent verbesserst, hast du bei gleichem Traffic 20 Prozent mehr Anmeldungen. Wenn du gleichzeitig deine Show-up-Rate von 40 auf 45 Prozent steigerst, hast du nochmal mehr Zuschauer:innen. Und wenn du dein Webinar so überarbeitest, dass die Conversion von 2 auf 3 Prozent steigt, dann hast du mit dem gleichen Traffic plötzlich deutlich mehr Buchungen.
Das dauert. Das passiert nicht in einer Woche. Aber es passiert, wenn du dranbleibst. Und je länger du ein System hast, desto besser lernst du es kennen und desto gezielter kannst du optimieren. Das ist der Vorteil gegenüber „jede Woche was Neues posten und hoffen“ – du hast Zahlen, du weißt was passiert, und du kannst gezielt verbessern.
Sind meine Conversion Rates schlecht, oder ist das normal?
Die ehrlichste Antwort: Wahrscheinlich sind sie normal. Die meisten Selbstständigen vergleichen sich mit Leuten, die schon Jahre am Funnel optimieren, riesige E-Mail-Listen haben und sechsstellige Werbebudgets ausgeben. Deine 2 % Webinar-Conversion sind kein Scheitern. Die sind Standard.
Was du tun kannst: Erstmal akzeptieren, dass diese Zahlen der Ausgangspunkt sind. Nicht das Ziel. Und dann gezielt schauen, wo du optimieren kannst. Aber bitte nicht alles gleichzeitig. Nimm dir eine Stelle vor – zum Beispiel deine Landingpage – und teste eine Änderung. Dann die nächste Stelle. Schritt für Schritt.
Und das Wichtigste: Vergleiche dich nicht mit Zahlen aus dem amerikanischen Markt oder von Leuten mit 100.000 Followern. Vergleiche dich mit deinen eigenen Zahlen von vor drei Monaten. Das ist der einzige Vergleich, der wirklich zählt.
Deine Funnel Conversion Rates berechnen
Wenn du jetzt ein besseres Gefühl dafür hast, was typische Funnel Conversion Rates sind – und dass deine Zahlen wahrscheinlich normaler sind als du dachtest – dann rechne doch mal durch, wie das für dein eigenes Angebot aussieht:
Funnel-Rechner: Wie viele Besucher brauchst du?
Und wenn du wissen willst, wie du dir ein System aufbaust, das mit genau diesen Zahlen arbeitet, dann schau dir das hier an: GETTING RESULTS Marketing Kit – dein Webinar-Funnel-Training
Sei sichtbar. Die Welt braucht dich und das, was du kannst.
Marlis

