Du willst dich selbstständig machen? Beantworte dir diese zwei Fragen und du hast die Basis für dein Geschäftsmodell!

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Du willst dich selbstständig machen? Herzlichen Glückwunsch! Ich bin fest davon überzeugt, dass eine erfolgreiche Selbstständigkeit die beste Möglichkeit ist, Arbeitszeit, Familienzeit und Ich-Zeit miteinander zu vereinbaren!

Leider landen viele Unternehmer*innen aber schnell im selbst-und-ständig Dilemma. Sie arbeiten zu viel und verdienen zu wenig. 

Das ist natürlich nicht Sinn einer Selbstständigkeit. Denn Arbeitszeit ist Lebenszeit und diese ist bekanntlich endlich.

Damit deine Selbstständigkeit erfolgreich wird und du nicht selbst und ständig arbeiten MUSST (es soll ja Menschen geben, die das WOLLEN), möchte ich dir in diesem Beitrag zwei ganz wichtige Fragen stellen, die du für dich selbst beantworten solltest.

Diese Antworten sollten Basis für deinen Businessplan, dein Geschäftsmodell und dein Produkt- und Leistungsportfolio sein.

Lass uns loslegen!

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Wie viel Umsatz brauchst du in einem Jahr?

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Von 0 auf 6-stellig in 3 Monaten? Das versprechen derzeit einige selbsternannte Coaches auf Facebook & Co. Sie reden von Lifestyle und Happiness und ich hoffe, ich bin nicht die Einzige, die dabei denkt: "Gehört Geld wirklich zum happy Lifestyle dazu?"

Ja, natürlich hilft Geld dabei, eigene Ziele zu erreichen. Aber hast du dich wirklich selbstständig gemacht, um einfach nur reich zu werden?

Mein Grund war das nicht. Und ich weiß, dass ich damit nicht die Einzige bin. Ich kenne Viele, die sich selbstständig machen, damit sie mehr Zeit mit ihrer Familie genießen können. Geld oder Zeit? Wenn die Basis passt, dann lautet die Antwort "Zeit".

Und genau aus diesem Grund solltest du dich als Erstes fragen: Wie viel Geld brauchst du in einem Jahr?

Nicht, wie viel willst du verdienen? Sondern, wie viel brauchst du? Das ist ein Unterschied. Rechne also zusammen:

  • fixe Kosten
  • variable Kosten
  • Lebenshaltungskosten
  • Urlaubsrücklage
  • Versicherungsbeiträge
  • Klassenfahrten deiner Kinder
  • Auto Wartungsrücklage
  • Sparpläne für ETF, P2P oder andere Investments
  • Geburtstagsgeschenke
  • Ausgaben für Weihnachte, Ostern, Parties, etc.
  • Krankenkasse
  • Steuerrücklage
  • etc.

Berechne dabei immer die Kosten für das ganze Jahr. Wie viel Geld brauchst du also in einem Jahr?

Das Ergebnis ist dein gewünschter Netto-Gewinn, also das, was du dir als Privatentnahme aus deinem Unternehmen entnehmen möchtest.

Schau dir in einem zweiten Schritt deine Unternehmenskosten an:

  • Software-Lizenzen
  • Steuerberater
  • Werbekosten
  • externe Zuarbeiten
  • Rechtsberatung
  • Weiterbildung
  • Bücher, Seminare, Events
  • Reisekosten
  • Ausstattung
  • Büro-Material
  • Kundenverpflegung
  • Steuerrücklage
  • etc.

Addiere diese nun zu deinem Netto-Gewinn dazu.

Damit hast du dein Umsatzziel errechnet.

Wie viel Umsatz brauchst du in einem Jahr?

Wie viele Stunden pro Woche kannst du arbeiten?

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Diese Frage finde ich wirklich wichtig. Viel zu wenig Selbstständige denken daran.

Ich kenne einige Selbstständige, die jeden Auftrag annehmen, weil er ja Geld bringt und dann kaum noch Zeit für ihre Familie haben.

Und ich kenne einige Selbstständige, die einen Haufen toller Ideen haben, aber diese nicht umsetzen können, weil sie einfach neben Familie, Partnerschaft und Haushalt nicht genug Zeit für ihr Business haben.

Überlege also ganz realistisch: Wie viele Stunden pro Woche kannst du wirklich arbeiten?

Wähle dann in einem zweiten Schritt die Anzahl der Stunden, die du pro Woche arbeiten WILLST.

So hast du immer eine ideale und eine maximale Stundenzahl.

Das machst du mit den Antworten

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Wozu diese beiden Fragen für deine Selbstständigkeit wichtig sind? Du kannst dadurch prüfen, ob dein Geschäftsmodell überhaupt passend ist zu deinem Umsatzziel und deinem Stundenaufwand.

Du kannst nämlich so viel besser schauen, ob deine Leistungen, deine Pakete und deine Produkte die richtigen Preise haben und sich deine Selbstständigkeit trägt oder du etwas an deinem Geschäftsmodell optimieren musst.

Die Antworten auf diese beiden Fragen sagen dir:

1. Welches Geschäftsmodell ist das richtige für dich?

2. Welche Leistungen kannst du anbieten?

3. Welche Preise möchtest du nehmen?

4. Wie möchtest du am allerliebsten mit Kund*innen zusammenarbeiten?

5. Wie wird dein Alltag als Selbstständige*r aussehen?

Kleine Beispiele gesucht?

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Für mich ist vieles in der Selbstständigkeit ein Zahlenspiel, um nicht nur erfolgreich sondern auch glücklich zu sein.

Wenn ich 50.000 Euro Umsatz im Jahr benötige, so kann ich beispielsweise 100 Kund*innen für je 500 Euro betreuen oder 10 Kund*innen für je 5.000 Euro.

Falls ich nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten möchte, dann kann ich ca. zehn 1:1 Kund*innen betreuen. Wenn ich diese zehn Personen in einer Gruppe betreue, benötige ich weniger Zeit pro Woche.

Wenn ich eine virtuelle Assistenz beschäftige, dann habe ich mehr Zeit für Kund*innen oder Freizeit aber weniger Umsatz.

Falls ich digitale Produkte erstelle, dann benötige ich anfangs viel mehr Zeit zur Erstellung und für das Marketing. Zeit, die mir fehlt, um parallel bereits Umsatz zu generieren.

Die Selbstständigkeit ist ein ständiges Abwägen aus Zeit und Geld. Und mit Zeit meine ich deine Lebenszeit. Du entscheidest, wie du deine Lebenszeit auf Arbeit, Familie, dich selbst und deinen Haushalt aufteilst. 

Ich möchte, dass du dein Leben genießen kannst. Wenn du dir die zwei Fragen aus diesem Beitrag beantwortest, kannst du die richtigen Schlüsse für dein Geschäftsmodell ziehen.

Der kürzeste Weg in meine E-Mail-Liste:

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Fazit - Die Selbstständigkeit ist eine Frage der Balance

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Letztendlich geht es um dich und dein Leben. Wie möchtest du leben? Wie soll dein Leben in 5 Jahren aussehen? Wem möchtest du am allermeisten helfen? Für was möchtest du bekannt sein? Wie kannst du deinen Lieblingskund*innen Wert vermitteln?

Wie kannst du deine Selbstständigkeit aufbauen, um nicht im selbst-und-ständig Dilemma zu landen? Wie viele Kund*innen kannst du wirklich parallel betreuen? Wie müssen deine Leistungen strukturiert sein, damit die deine Kund*innen den Umsatz ermöglichen, den du brauchst. Wie muss dein Workflow aufgebaut sein, damit du deine Lebenszeit in Balance hältst?

Wie ist das bei dir? Verdienst du genug für die Zeit, die du investierst? Generierst du den Umsatz, den deine Leistungen wert sind? Willst du dich gerade selbstständig machen und suchst das richtige Geschäftsmodell?

Du denkst, es gibt Optimierungspotential oder Redebedarf? Dann lass uns doch in einem kostenfreien Business-Check draufschauen.

 🍀 Marlis

  • Antje sagt:

    Liebe Marlis,

    dein Beitrag ist zwar schon ein paar Monate her, aber ich bin gerade so dankbar dafür, weil ich deine Blogbeiträge für mich entdeckt habe. Du sprichst mir aus dem Herzen.

    Ich möchte auch den Weg als Coach gehen, aber auf meine Weise und nicht, wie das so viele Coaches aktuell versprechen und von 0 auf 100 zur Millionärin. Man soll alles in sie investieren, am besten noch Kredite aufnehmen, damit man sich seinen Traum vom erfüllten Leben erschafft.

    Das möchte ich nicht. Ich habe durch meinen ehemaligen Partner/Weggefährten gesehen, dass Geld mich nicht glücklich macht.
    Er war selbst & ständig, hat super verdient und ich hatte auch diese Sicherheit des Geldes. Was ich am Ende des Tages wollte, war jedoch nicht der Luxus, sondern die Zeit mit meinem Partner, das glückliche Zusammensein und auch dass mein Wert erkannt wird. Ich wollte nicht nur im Urlaub mit ihm Zeit verbringen, oder Urlaub von meinem Leben machen müssen.

    Aus diesem Grund möchte ich jetzt meinen Weg in die Selbständigkeit gehen, um für mein Leben Verantwortung übernehmen und dein Beitrag hat mir viel mehr geholfen, als meine 4 Jahre Studium in Unternehmensführung, da dort nie über diese Aspekte gesprochen wurde. Auch in meiner Zeit in der Bank habe ich nie eine so ausführliche Haushaltsrechnung gemacht…

    Ich danke dir für diese Klarheit! Auch dein Content-Effekt-Kurs hat in mir soviel bewegt, angestoßen, das ich für mich immer mehr Klarheit in meinem Tun finde. Ich entwickle mich gerade in meiner Sichtbarkeit und ich hätte dir nicht den Kommentar ohne deinen Kurs verfasst!

    Du hast eine so wertschätzende Art und ich freue mich schon sehr auf deine n Umsatz-Content-Effekt!! Mach unbedingt weiter so!!

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