Du willst dich selbstständig machen? Beantworte dir diese zwei Fragen und du hast die Basis für dein Geschäftsmodell!

Du willst dich selbstständig machen? Herzlichen Glückwunsch! Ich bin fest davon überzeugt, dass eine erfolgreiche Selbstständigkeit die beste Möglichkeit ist, Arbeitszeit, Familienzeit und Ich-Zeit miteinander zu vereinbaren. Leider landen viele Unternehmer:innen aber schnell im selbst-und-ständig-Dilemma: Sie arbeiten zu viel und verdienen zu wenig.

Das ist natürlich nicht Sinn einer Selbstständigkeit. Denn Arbeitszeit ist Lebenszeit, und die ist bekanntlich endlich. Damit deine Selbstständigkeit erfolgreich wird und du nicht selbst und ständig arbeiten MUSST (es soll ja Menschen geben, die das WOLLEN), stelle ich dir in diesem Beitrag zwei ganz wichtige Fragen, die du für dich selbst beantworten solltest. Diese Antworten sind die Basis für deinen Businessplan, dein Geschäftsmodell und dein Produkt- und Leistungsportfolio. Lass uns loslegen!


Kurz gesagt: Bevor du dich in Logo, Website und Angebote stürzt, beantworte zwei Fragen. Erstens: Wie viel Umsatz brauchst du in einem Jahr? (Nicht: wie viel willst du verdienen – sondern wie viel brauchst du wirklich, inklusive aller privaten Kosten, Rücklagen und Unternehmenskosten.) Zweitens: Wie viele Stunden pro Woche kannst und willst du arbeiten? Aus diesen beiden Zahlen ergibt sich, welches Geschäftsmodell zu dir passt, welche Leistungen du anbietest und welche Preise du brauchst, damit sich deine Selbstständigkeit trägt – ohne dass du im selbst-und-ständig-Dilemma landest.


Selbstständig machen: das passende Geschäftsmodell finden

Wie viel Umsatz brauchst du in einem Jahr?

Von 0 auf 6-stellig in 3 Monaten? Das versprechen einige selbsternannte Coaches auf Social Media. Sie reden von Lifestyle und Happiness, und ich hoffe, ich bin nicht die Einzige, die dabei denkt: „Gehört Geld wirklich zum happy Lifestyle dazu?“

Ja, natürlich hilft Geld dabei, eigene Ziele zu erreichen. Aber hast du dich wirklich selbstständig gemacht, um einfach nur reich zu werden? Mein Grund war das nicht. Und ich weiß, dass ich damit nicht die Einzige bin. Ich kenne viele, die sich selbstständig machen, damit sie mehr Zeit mit ihrer Familie genießen können. Geld oder Zeit? Wenn die Basis passt, dann lautet die Antwort „Zeit“.

Und genau aus diesem Grund solltest du dich als Erstes fragen: Wie viel Geld brauchst du in einem Jahr? Nicht: Wie viel willst du verdienen? Sondern: Wie viel brauchst du? Das ist ein Unterschied. Rechne also zusammen:

  • fixe Kosten
  • variable Kosten
  • Lebenshaltungskosten
  • Urlaubsrücklage
  • Versicherungsbeiträge
  • Klassenfahrten deiner Kinder
  • Auto-Wartungsrücklage
  • Sparpläne für ETF oder andere Investments
  • Geburtstagsgeschenke
  • Ausgaben für Weihnachten, Ostern, Partys etc.
  • Krankenkasse
  • Steuerrücklage
  • etc.

Berechne dabei immer die Kosten für das ganze Jahr – so fallen auch die unregelmäßigen Posten nicht unter den Tisch, die in keiner Monatsrechnung auftauchen. Das Ergebnis ist dein gewünschter Netto-Gewinn, also das, was du dir als Privatentnahme aus deinem Unternehmen entnehmen möchtest.

Schau dir in einem zweiten Schritt deine Unternehmenskosten an:

  • Software-Lizenzen
  • Steuerberatung
  • Werbekosten
  • externe Zuarbeiten
  • Rechtsberatung
  • Weiterbildung
  • Bücher, Seminare, Events
  • Reisekosten
  • Ausstattung
  • Büro-Material
  • Kundenverpflegung
  • Steuerrücklage
  • etc.

Addiere diese nun zu deinem Netto-Gewinn dazu. Damit hast du dein Umsatzziel errechnet. Wie viel Umsatz brauchst du also in einem Jahr?

Wie viele Stunden pro Woche kannst du arbeiten?

Diese Frage finde ich wirklich wichtig – viel zu wenig Selbstständige denken daran. Ich kenne einige Selbstständige, die jeden Auftrag annehmen, weil er ja Geld bringt, und dann kaum noch Zeit für ihre Familie haben. Und ich kenne einige Selbstständige, die einen Haufen toller Ideen haben, aber diese nicht umsetzen können, weil sie neben Familie, Partnerschaft und Haushalt schlicht nicht genug Zeit für ihr Business haben.

Überleg also ganz realistisch: Wie viele Stunden pro Woche kannst du wirklich arbeiten? Zieh dabei ehrlich alles ab, was sonst noch in deiner Woche steckt – Care-Arbeit, Haushalt, Wege, Pausen, und ja, auch Erholung. Wähle dann in einem zweiten Schritt die Anzahl der Stunden, die du pro Woche arbeiten WILLST. So hast du immer eine ideale und eine maximale Stundenzahl.

Und denk daran: Nicht jede Arbeitsstunde ist eine bezahlte Stunde. Buchhaltung, Marketing, E-Mails, Weiterbildung – all das gehört zu deiner Arbeitszeit, bringt aber keinen direkten Umsatz. Wenn du 20 Stunden pro Woche arbeiten kannst, sind davon vielleicht nur 12 bis 15 tatsächlich verkaufbar. Auch das gehört zur ehrlichen Rechnung dazu.

Was machst du mit den Antworten?

Wozu diese beiden Fragen für deine Selbstständigkeit wichtig sind? Du kannst dadurch prüfen, ob dein Geschäftsmodell überhaupt zu deinem Umsatzziel und deinem Stundenaufwand passt. Du siehst viel klarer, ob deine Leistungen, deine Pakete und deine Produkte die richtigen Preise haben und sich deine Selbstständigkeit trägt – oder ob du etwas an deinem Geschäftsmodell optimieren musst.

Die Antworten auf diese beiden Fragen sagen dir:

  1. Welches Geschäftsmodell ist das richtige für dich?
  2. Welche Leistungen kannst du anbieten?
  3. Welche Preise möchtest du nehmen?
  4. Wie möchtest du am allerliebsten mit Kund:innen zusammenarbeiten?
  5. Wie wird dein Alltag als Selbstständige:r aussehen?

Eine einfache Gegenprobe zeigt dir sofort, ob deine Rechnung aufgeht: Teile dein Umsatzziel durch deine verkaufbaren Stunden im Jahr. Wenn dabei ein Stundensatz herauskommt, den dein Markt niemals zahlt, weißt du, dass reines Zeit-gegen-Geld für dich nicht aufgeht – und dass dein Geschäftsmodell zusätzliche Bausteine braucht, etwa Gruppenformate oder digitale Produkte.

Kleine Beispiele gesucht?

Für mich ist vieles in der Selbstständigkeit ein Zahlenspiel – um nicht nur erfolgreich, sondern auch glücklich zu sein.

Wenn ich 50.000 Euro Umsatz im Jahr benötige, kann ich beispielsweise 100 Kund:innen für je 500 Euro betreuen oder 10 Kund:innen für je 5.000 Euro. Falls ich nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten möchte, kann ich circa zehn 1:1-Kund:innen betreuen. Wenn ich diese zehn Personen in einer Gruppe betreue, benötige ich weniger Zeit pro Woche. Wenn ich eine virtuelle Assistenz beschäftige, habe ich mehr Zeit für Kund:innen oder Freizeit, aber weniger Umsatz.

Falls ich digitale Produkte erstelle, benötige ich anfangs viel mehr Zeit für Erstellung und Marketing – Zeit, die mir fehlt, um parallel bereits Umsatz zu generieren. Dafür entkopple ich damit langfristig mein Einkommen von meiner Arbeitszeit: Ein einmal erstelltes Produkt kann sich immer wieder verkaufen. Wie das funktioniert, liest du bei den skalierbaren Produkten und bei Was ist passives Einkommen.

Die Selbstständigkeit ist ein ständiges Abwägen aus Zeit und Geld. Und mit Zeit meine ich deine Lebenszeit. Du entscheidest, wie du deine Lebenszeit auf Arbeit, Familie, dich selbst und deinen Haushalt aufteilst. Ich möchte, dass du dein Leben genießen kannst. Wenn du dir die zwei Fragen aus diesem Beitrag beantwortest, kannst du die richtigen Schlüsse für dein Geschäftsmodell ziehen.

Was tust du, wenn die Rechnung nicht aufgeht?

Dann hast du genau das herausgefunden, wofür diese Übung da ist – und zwar bevor es wehtut. Wenn dein Umsatzziel und deine verfügbaren Stunden nicht zusammenpassen, hast du drei Stellschrauben: die Preise, das Format und das Modell. Höhere Preise bedeuten weniger Kund:innen für dasselbe Ziel. Gruppen- statt Einzelformate bedeuten mehr Menschen pro Stunde. Und digitale Produkte bedeuten Umsatz, der nicht an deine Anwesenheit gekoppelt ist.

Meist ist es eine Kombination aus allen dreien – und sie darf sich über die Jahre entwickeln. Viele starten mit 1:1, ergänzen dann Gruppen und bauen sich parallel digitale Standbeine auf. Wichtig ist nur, dass du regelmäßig nachrechnest, statt einfach mehr zu arbeiten: Wer dauerhaft ausgebucht ist und trotzdem zu wenig verdient, hat kein Fleiß-Problem, sondern ein Geschäftsmodell-Problem. Genau dazu habe ich dir bei Ausgebucht, aber zu wenig Umsatz und Umsatz verdoppeln mehr aufgeschrieben.

Fazit – Die Selbstständigkeit ist eine Frage der Balance

Letztendlich geht es um dich und dein Leben. Wie möchtest du leben? Wie soll dein Leben in 5 Jahren aussehen? Wem möchtest du am allermeisten helfen? Für was möchtest du bekannt sein? Wie kannst du deinen Lieblingskund:innen Wert vermitteln?

Wie kannst du deine Selbstständigkeit aufbauen, um nicht im selbst-und-ständig-Dilemma zu landen? Wie viele Kund:innen kannst du wirklich parallel betreuen? Wie müssen deine Leistungen strukturiert sein, damit deine Kund:innen den Umsatz ermöglichen, den du brauchst? Wie muss dein Workflow aufgebaut sein, damit du deine Lebenszeit in Balance hältst?

Wie ist das bei dir? Verdienst du genug für die Zeit, die du investierst? Generierst du den Umsatz, den deine Leistungen wert sind? Willst du dich gerade selbstständig machen und suchst das richtige Geschäftsmodell?

Wenn du diese Rechnung nicht allein aufstellen willst, nimmt dir mein Online-Training „Rechnet sich dein Business?“ genau das ab: Mit zwei Anleitungen und einem fertigen Rechen-Sheet prüfst du Schritt für Schritt, ob sich deine Selbstständigkeit trägt – und an welcher Stellschraube du drehen solltest.

Sei sichtbar. Die Welt braucht dich und das, was du kannst.

Marlis

Marlis Schorcht sitzt am Tisch und schaut in die Kamera. SIe hält eine Tasse Kaffee in den Händen.

Ich bin Marlis und ich helfe dir dabei, dein Business und dein Marketing zu optimieren, damit du zielgerichtet Umsatz generierst und genug Zeit übrig hast für deine Familie, laaange Spaziergänge und um Gutes zu tun.

Derzeit helfe ich dir mit:

1. Meinem CONTENTBOOST-System, in dem du eine Content-Kollektion rund um dein Angebot erstellst und es stressfrei in Suchmaschinen, Social Media, Pinterest und Newsletter sichtbar machst, um kontinuierlich neue Leute zu erreichen.

2. Meinem GETTING RESULTS Marketing Kit mit allen relevanten Vorlagen und Trainings rund um deinen Webinar-Funnel, Launchs, E-Mail-Marketing, Salespages und mehr.

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