Freebie-Funnel oder Webinar-Funnel: was bei dir wirklich besser verkauft

Freebie-Funnel oder Webinar-Funnel – diese Frage taucht bei mir in gefühlt jedem zweiten Kennenlern-Call auf. Macht Sinn: Überall hörst du, du brauchst ein Freebie für die Liste. Gleichzeitig heißt es, Webinare verkaufen am besten. Beides klingt logisch. Und jetzt?

Nach der Arbeit mit über 50 Solo-Selbstständigen kann ich dir sagen: Die Antwort ist weniger ein Entweder-oder als du vielleicht denkst. Aber es gibt einen Weg, der für die meisten deutlich sinnvoller ist. Gerade am Anfang.

Hier schauen wir uns beide Modelle in Ruhe an – was sie können, was sie nicht können, und für wen was passt.

Wann diese Frage überhaupt zählt, wie beide Funnel im Detail funktionieren und welcher sich für höherpreisige Angebote eignet – das vergleichen wir hier, damit du dich klar entscheiden kannst.

Wann diese Frage überhaupt relevant wird

Die Frage „Freebie-Funnel oder Webinar-Funnel“ stellt sich eigentlich erst, wenn du ein Angebot hast, das online verkauft werden soll – und zwar nicht für 29 Euro, sondern im drei- oder vierstelligen Bereich. Bei einem Coaching für 2.000 Euro, einem Gruppenprogramm für 1.500 Euro, oder einer Beratung ab 1.000 Euro aufwärts. Weil bei solchen Preisen niemand einfach so kauft, nur weil du nett bist und guten Content machst.

Für wen passt was grundsätzlich? Wenn du ein niedrigpreisiges Produkt verkaufst – sagen wir, einen Online-Kurs für 97 Euro – dann kann ein Freebie-Funnel alleine schon reichen. Die Hürde ist gering, die Leute brauchen weniger Überzeugung. Aber sobald es vierstellig wird, brauchst du mehr. Und genau da wird die Frage spannend.

Der Freebie-Funnel im Detail

Ein Freebie-Funnel funktioniert so: Du bietest etwas Kostenloses an – eine Checkliste, ein Workbook, ein Template, eine Mini-Anleitung. Im Tausch dafür bekommst du die E-Mail-Adresse. Und dann hast du die Möglichkeit, der Person über E-Mails Vertrauen aufzubauen und irgendwann dein Angebot zu machen.

Das Gute daran: Die Einstiegshürde ist extrem niedrig. Leute laden sich gerne was Kostenloses runter. Du baust relativ schnell eine E-Mail-Liste auf, und du hast danach die Möglichkeit, mit diesen Menschen in Kontakt zu bleiben.

Aber – und das ist ein ziemlich großes Aber: Ein Freebie alleine verkauft halt kein 2.000-Euro-Coaching. Die Leute laden sich dein PDF runter, finden es vielleicht sogar gut, und dann? Dann liegt es in irgendeinem Download-Ordner und die Person geht weiter ihres Weges. Zwischen „cooles Freebie“ und „ich investiere 2.000 Euro“ liegt ein gaaaaanz weiter Weg. Und den muss deine E-Mail-Sequenz überbrücken – was machbar ist, aber eben zeitaufwändig.

Das andere Problem: Die Qualität der Leads. Nicht jeder, der sich ein Freebie herunterlädt, ist tatsächlich an deinem Angebot interessiert. Viele wollen einfach nur das kostenlose Ding und sind danach weg. Deine Liste wächst, aber die Conversion zu zahlenden Kund:innen bleibt niedrig.

Der Webinar-Funnel im Detail

Ein Webinar-Funnel funktioniert anders. Statt eines kurzen Downloads bietest du ein Webinar an – also eine Session, in der du wirklich tief in ein Thema einsteigst. Das kann live sein oder als Evergreen-Aufzeichnung laufen. Die Person meldet sich an, schaut zu, und am Ende des Webinars machst du ein Angebot.

Ein Webinar ist anders. Die Person hört dir zu. Sieht, wie du denkst. Versteht, wie du arbeitest. Bekommt einen echten Einblick in deine Methode. Und wenn du das gut machst – wenn du im Webinar tatsächlich einen Knoten löst und nicht nur Wissen runterbetetest – dann entsteht Vertrauen. Echtes Vertrauen. In 60 bis 90 Minuten.

Jemand, der dir 60 Minuten zugehört hat und dabei gemerkt hat „die versteht mein Problem“, ist viel eher bereit, in dein Angebot zu investieren als jemand, der ein PDF heruntergeladen und diagonal überflogen hat.

Dazu kommt: Die Leute, die sich für ein Webinar anmelden, meinen es ernster. Ein Freebie runterladen kostet 10 Sekunden. Sich 60 Minuten Zeit für ein Webinar nehmen – das macht nur, wer wirklich Interesse hat. Die Leads sind qualitativ hochwertiger.

Freebie-Funnel vs. Webinar-Funnel im Vergleich

Wenn du die beiden nebeneinander legst, wird es relativ klar:

Einstiegshürde für deine Zielgruppe: Freebie = sehr niedrig, Webinar = mittel (man muss sich Zeit nehmen). Vorteil: Freebie.

Qualität der Leads: Freebie = gemischt (viele Sammler dabei), Webinar = höher (die meinen es ernst). Vorteil: Webinar.

Vertrauensaufbau: Freebie = gering (ist halt ein PDF), Webinar = hoch (persönlicher Eindruck deiner Expertise). Vorteil: Webinar, und zwar deutlich.

Verkauf von hochpreisigen Angeboten: Freebie = schwer direkt, braucht lange Nurture-Sequenz, Webinar = direkt im Webinar möglich. Vorteil: Webinar.

Aufwand beim Erstellen: Freebie = relativ schnell gemacht, Webinar = mehr Arbeit (aber einmalig, wenn Evergreen). Vorteil: Freebie am Anfang, Webinar langfristig.

Skalierbarkeit: Beide gleich gut, wenn automatisiert.

Für hochpreisige Angebote im vierstelligen Bereich ist der Webinar-Funnel fast immer die bessere Wahl. Er macht das, was zwischen „ich kenn dich“ und „ich will mit dir arbeiten“ passieren muss: Vertrauen aufbauen, in einer Tiefe, die ein PDF einfach nicht schafft.

Und falls du den Webinar-Funnel nicht selbst von null aufbauen willst: Im GETTING RESULTS Marketing Kit ist genau dieser Funnel schon fertig angelegt – du passt ihn nur noch an dein Angebot an.

Welcher Funnel für hochpreisige Angebote: Meine Empfehlung

Meine Empfehlung: Webinar-Funnel zuerst. Aus einem praktischen Grund: Du brauchst das Webinar sowieso, wenn du hochpreisig verkaufen willst. Und es bringt dir sofort Ergebnisse. Ein Freebie ist nett, verkauft aber nicht für dich. Ein gutes Webinar schon.

Das heißt nicht, dass ein Freebie nutzlos ist. Ganz im Gegenteil – ist ein richtig guter zusätzlicher Layer obendrauf. Wenn dein Webinar-Funnel steht und läuft, kannst du ein Freebie ergänzen, um deine E-Mail-Liste noch breiter aufzubauen. Menschen, die noch nicht bereit für das Webinar sind, landen erst über das Freebie in deiner Welt und bekommen über E-Mails die Chance, sich warmzulaufen.

Das folgt der Logik: von innen nach außen. Erst das Angebot, dann die Salespage, dann das Webinar, dann die E-Mail-Sequenzen, dann die Sichtbarkeit. Und dann – als zusätzliche Ebene – Freebies und Content-Upgrades. Nicht andersrum.

Wenn du gerade am Anfang stehst: Webinar. Darauf fokussieren, das gut machen, und dann Schritt für Schritt erweitern.

Wenn du wissen willst, wie so ein Webinar-Funnel aufgebaut ist, dann lies hier weiter: Kundengewinnung mit System: Wie ein Webinar-Funnel funktioniert

Und wenn du mal durchrechnen willst, wie viele Webinar-Zuschauer du für deinen Wunschumsatz brauchst:

Funnel-Rechner: Wie viele Besucher brauchst du?

 

Wenn du dir genau dieses System aufbauen willst, mit allen Vorlagen und der richtigen Reihenfolge, findest du das im GETTING RESULTS Marketing Kit.

Sei sichtbar. Die Welt braucht dich und das, was du kannst.

Marlis

Marlis Schorcht sitzt am Tisch und schaut in die Kamera. SIe hält eine Tasse Kaffee in den Händen.

Ich bin Marlis und ich helfe dir dabei, dein Business und dein Marketing zu optimieren, damit du zielgerichtet Umsatz generierst und genug Zeit übrig hast für deine Familie, laaange Spaziergänge und um Gutes zu tun.

Derzeit helfe ich dir mit:

1. Meinem CONTENTBOOST-System, in dem du eine Content-Kollektion rund um dein Angebot erstellst und es stressfrei in Suchmaschinen, Social Media, Pinterest und Newsletter sichtbar machst, um kontinuierlich neue Leute zu erreichen.

2. Meinem GETTING RESULTS Marketing Kit mit allen relevanten Vorlagen und Trainings rund um deinen Webinar-Funnel, Launchs, E-Mail-Marketing, Salespages und mehr.

>