Die meisten Selbstständigen gewinnen Kund*innen wie auf einem Jahrmarkt: viel Lärm, viel Bewegung, und am Ende des Tages weiß keiner so recht, was eigentlich funktioniert hat. Ein Reel hier, ein Netzwerk-Kaffee da, mal eine DM, mal ein Post. Es passiert was – aber es ist nicht planbar. Mal kommen Anfragen, mal Wochen lang Stille.
Ich sehe das immer wieder: Es fehlt nicht an Einsatz. Es fehlt an einem System, das die ganzen Einzelaktionen miteinander verbindet. Genau das ist ein Funnel. Und für Solo-Selbstständige mit einem höherpreisigen Angebot ist ein Webinar-Funnel oft der kürzeste Weg von „die kenn ich“ zu „bei der will ich buchen“. Schauen wir uns an, wie das funktioniert.
Warum einzelne Maßnahmen verpuffen, wie ein Funnel in vier Stufen funktioniert und wie viele Besucher du wirklich brauchst – das gehen wir hier Schritt für Schritt durch, samt der häufigsten Fehler.
Kurz gesagt: Ein Webinar-Funnel ist ein Weg, den deine zukünftigen Kund*innen Schritt für Schritt gehen: Sie werden auf dich aufmerksam, melden sich für ein kostenloses Webinar an, lernen dich dort kennen und bekommen am Ende dein Angebot. Statt zu hoffen, dass sich jemand „von allein“ meldet, baust du den Weg dorthin bewusst auf. Das Schöne: Einmal aufgesetzt, läuft das System immer wieder – auch wenn du gerade nicht aktiv verkaufst.
Warum einzelne Maßnahmen nicht reichen
Posten, kommentieren, netzwerken – all das bringt dir das Gleiche: einen ersten Kontakt. Jemand wird auf dich aufmerksam. Das ist wertvoll, aber es ist nur der Anfang. Denn zwischen „die finde ich interessant“ und „ich buche ihr Angebot für 2.000 Euro“ liegt ein ganzer Weg. Vertrauen muss wachsen, Fragen müssen beantwortet werden, die Person muss verstehen, ob dein Angebot wirklich zu ihr passt.
Bei den meisten Selbstständigen passiert nach dem ersten Kontakt – nichts. Kein nächster Schritt, kein roter Faden. Die Person war kurz da, fand dich vielleicht toll, und ist dann wieder weg. Ein Funnel schließt genau diese Lücke. Er nimmt die Person an die Hand, nachdem sie dich entdeckt hat, und führt sie ganz natürlich weiter. (Mehr dazu, warum ein durchdachter Funnel dir Zeit und Umsatz spart, habe ich dir hier aufgeschrieben.)
Die vier Stufen eines Webinar-Funnels
Ein Webinar-Funnel besteht im Kern aus vier Stufen, die ineinandergreifen:
- Sichtbarkeit. Menschen werden auf dich aufmerksam – über Blog, Pinterest, Social Media oder Anzeigen. Das Ziel hier ist nicht der Verkauf, sondern dass jemand den ersten Schritt in deine Welt macht.
- Anmeldung zum Webinar. Statt zu hoffen, dass die Person zufällig wiederkommt, lädst du sie zu etwas Konkretem ein: einem kostenlosen Webinar, in dem sie etwas Wertvolles lernt. Sie hinterlässt ihre E-Mail-Adresse – und damit hast du einen echten Kontakt.
- Das Webinar. Hier baust du Vertrauen auf. Du zeigst, dass du dein Thema verstehst, gibst echten Mehrwert und machst am Ende ein Angebot. Die Menschen, die dabei sind, kennen dich jetzt – das ist ein völlig anderer Ausgangspunkt als eine kalte Anzeige.
- Angebot und Nachfass. Wer direkt bucht, super. Wer noch zögert, bekommt eine durchdachte E-Mail-Sequenz, die Einwände aufgreift und das Angebot nochmal zugänglich macht. So verlierst du niemanden, nur weil er am Webinar-Tag noch nicht so weit war.
Das Entscheidende ist nicht jede einzelne Stufe, sondern dass sie verbunden sind. Jede führt zur nächsten. Kein Kontakt versickert mehr im Nichts.
Wenn du diese vier Stufen nicht von Grund auf selbst zusammenbauen willst: Im GETTING RESULTS Marketing Kit bekommst du genau diesen Funnel fertig vorbereitet – Webinar, Salespage und Mails inklusive.
Warum gerade ein Webinar?
Weil ein Webinar etwas kann, das ein Post nicht kann: Zeit und Nähe. In einem Reel hast du Sekunden. In einem Webinar hast du eine Stunde, in der dir jemand wirklich zuhört. Genug Zeit, um zu zeigen, wie du denkst, wie du arbeitest und warum dein Weg funktioniert. Bei höherpreisigen Angeboten ist genau das der Unterschied zwischen „interessant“ und „gebucht“.
Und das Beste: Ein Webinar lässt sich automatisieren. Du hältst es einmal richtig gut, zeichnest es auf, und danach läuft es als Evergreen immer weiter – für neue Menschen, die gerade erst in deine Welt kommen. Du tauschst nicht mehr jede Stunde gegen Geld.
Welche Arten von Funneln gibt es – und welcher passt zu dir?
Der Webinar-Funnel ist nicht der einzige Weg – aber für höherpreisige Angebote oft der stärkste. Damit du das Ganze einordnen kannst, hier die gängigen Funnel-Arten im Überblick. Der Freebie-Funnel ist der einfachste Einstieg: Du bietest etwas Kostenloses an (eine Checkliste, ein Workbook), die Person trägt sich ein, und du baust per E-Mail nach und nach Vertrauen auf – gut für günstigere Angebote oder zum Start. Der Webinar-Funnel, um den es hier vor allem geht, schiebt eine Session dazwischen: mehr Zeit, mehr Nähe, mehr Vertrauen, ideal für drei- und vierstellige Angebote. Ein Launch verkauft in einem zeitlich begrenzten Fenster mit viel Energie und Dringlichkeit – stark, aber anstrengend, weil du ihn immer wieder neu fährst. Und ein Evergreen-Funnel nimmt genau diesen Mechanismus und lässt ihn automatisiert weiterlaufen, ohne dass du ständig launchen musst. Faustregel: Je höher dein Preis und je erklärungsbedürftiger dein Angebot, desto eher lohnt der Webinar-Weg.
Rechne nach: Wie viele Besucher brauchst du wirklich?
Der häufigste Denkfehler ist, dass man dafür riesige Reichweite bräuchte. Stimmt nicht. Weil ein Funnel mit Conversion-Schritten arbeitet, reichen oft erstaunlich wenige Besucher für ein ordentliches Ergebnis. Spiel deine Zahlen einmal durch:
Funnel-Rechner: Wie viele Besucher brauchst du?
Du wirst sehen: Für einen planbaren Monatsumsatz brauchst du keine zehntausend Follower. Du brauchst ein System, das aus den Menschen, die dich finden, Schritt für Schritt Kund*innen macht.
Was du brauchst, bevor du einen Funnel baust
Bevor du dich in Technik und Tools stürzt, brauchst du drei Dinge – und die sind wichtiger als jede Software. Erstens: ein klares Angebot, das ein konkretes Problem löst und einen Preis hat, hinter dem du stehst. Ohne das verkauft auch der beste Funnel nichts. Zweitens: eine Vorstellung davon, wem du hilfst – je genauer du deine Wunschkund:innen kennst, desto treffender sprichst du sie an jeder Stufe an. Und drittens: einen Kanal, über den Menschen überhaupt auf dich aufmerksam werden, sei es dein Blog, Pinterest oder ein Social-Media-Profil. Hast du diese drei Bausteine, ist der Funnel nur noch die Strecke, die sie verbindet. Fehlt einer, baust du ein System um ein Loch herum.
Die häufigsten Fehler beim Funnel-Aufbau
Drei Fehler sehe ich immer wieder – und jeder kostet dich Ergebnisse. Der erste: zu kompliziert anfangen. Verzweigte Mega-Funnels mit zehn Stufen klingen beeindruckend, werden aber nie fertig. Ein Webinar, eine Salespage, ein paar Mails reichen für den Start. Der zweite: kein Nachfass. Die meisten kaufen nicht sofort – wer nach dem Webinar keine durchdachte E-Mail-Strecke hat, verschenkt den Großteil der Verkäufe. Der dritte: an der Reichweite schrauben statt an der Conversion. Mehr Besucher bringen wenig, wenn unterwegs zu viele abspringen. Oft steckt der größte Hebel nicht in mehr Traffic, sondern in einer besseren Anmeldeseite oder einem klareren Angebot.
Brauchst du viele Follower für einen Funnel?
Nein. Genau das zeigt dir der Rechner oben: Weil ein Funnel mit Conversion-Schritten arbeitet, reichen oft wenige Hundert Besucher im Monat für ein planbares Ergebnis. Wichtiger als die Menge ist, dass die richtigen Menschen kommen – und dass auf dem Weg niemand verloren geht.
Wie lange dauert es, einen Funnel aufzubauen?
Den Kern – Angebot, Salespage, Webinar, ein paar Mails – baust du in einigen konzentrierten Wochen, je nachdem, wie viel schon steht. Der Vorteil danach: Du baust ihn einmal, nicht jeden Monat neu. Mit fertigen Vorlagen geht es deutlich schneller, als wenn du bei null anfängst.
Und wie fängst du an?
Du musst nicht alles auf einmal bauen. Ein Webinar, eine Salespage, ein paar Follow-up-Mails – das ist der Kern. Den Rest baust du nach und nach aus. Wichtig ist nur, dass du anfängst, in Wegen zu denken statt in einzelnen Aktionen.
Genau dieses System – Schritt für Schritt, mit allen Vorlagen und der Reihenfolge, die funktioniert – findest du im GETTING RESULTS Marketing Kit. Da ist alles drin, was du brauchst, um deinen eigenen Webinar-Funnel aufzubauen, ohne dich zu verzetteln.
Hör auf, jeden Monat bei null anzufangen. Bau einmal den Weg, den deine Kund*innen gehen – und lass ihn dann für dich arbeiten. Das ist der Unterschied zwischen ständigem Hustle und planbarer Kundengewinnung.
Sei sichtbar. Die Welt braucht dich und das, was du kannst.
Marlis

