„Ich habe keine Zeit.“ Das ist ungelogen eine der häufigsten Aussagen, die ich von meinen Kund*innen höre.
Aber mal ehrlich. Du hast 24 Stunden Zeit pro Tag. Und ich habe 24 Stunden Zeit pro Tag. Deine Nachbarin hat 24 Stunden Zeit pro Tag. Und dein Mitbewerber hat auch 24 Stunden Zeit am Tag.
Dennoch schaffen scheinbar manche Leute mehr als andere.
Woran das liegt?
Meistens liegt es an der falschen Planung und Priorisierung. Gerade vielseitig interessierte und kreative Selbstständige, sowie Solopreneure, verzetteln sich schnell im Dschungel der Möglichkeiten. Das hält natürlich auf.
Wie sagt man so schön: „Wenn du zwei Hasen gleichzeitig jägst, wirst du am Ende keinen fangen.“
In diesem Beitrag stelle ich dir die „25.000 Dollar Methode“ vor, auch bekannt als Ivy-Lee-Methode.
Dieser Beitrag enthält ausschließlich persönliche Empfehlungen und somit unbeauftragte Werbung.

Kurz gesagt: Die Ivy-Lee-Methode (auch 25.000-Dollar-Methode) ist ein simples Zeitmanagement-Prinzip: Notier dir am Vorabend die 6 wichtigsten Aufgaben für morgen und nummerier sie nach Priorität. Starte am nächsten Tag ohne Mails und Social Media direkt mit Aufgabe 1. Nach jeder erledigten Aufgabe prüfst du kurz, ob sich die Prioritäten verschoben haben – dann erst kommt die nächste. Kein Multitasking, immer nur eine Aufgabe. Das Geniale: Die Methode ist flexibel genug für den echten Selbstständigen-Alltag und kostet keine fünf Minuten Vorbereitung.
Ziele setzen am Vorabend
Der erste Schritt der Ivy-Lee-Methode sagt: Finde heute deine 6 Hauptziele für morgen.
Setz dich also heute zum Feierabend oder am Abend hin und notiere dir ca. 6 Dinge, die du morgen unbedingt schaffen willst.
Überlege dann, welche der Aufgaben wie wichtig sind und nummeriere sie von 1-6 durch.
Ich empfehle dir zusätzlich: Überlege bei jeder Aufgabe bereits jetzt, ob sie relevant für deinen Businesserfolg ist, ob sie unbedingt von dir erledigt werden muss und ob sie unbedingt jetzt erledigt werden muss.
Starte am nächsten Tag direkt mit der ersten Aufgabe
Der nächste Arbeitstag startet und womit beginnst du?
Wenn du so tickst, wie die meisten Selbstständigen, dann beginnt dein Business-Morgenritual damit, Mails zu lesen, die neuesten Kommentare auf Facebook und Instagram zu checken oder mal mal bei LinkedIn reinzuschauen.
Und genau hier liegt der Unterschied bei der Ivy-Lee-Methode.
Sie sagt: Fange direkt und ohne Ablenkungen mit der ersten und wichtigsten Aufgabe an und erledige diese.
Keine E-Mails lesen. Kein Facebook öffnen. Am besten das Smartphone in den Flugmodus versetzen.
Aufgabe lesen, reindenken, starten.
Spürst du schon einen Produktivitätsschub?
Mache eine Pause und hinterfrage die nächsten Aufgaben
Lass uns produktiv werden. Nachdem du die erste Aufgabe abgeschlossen hast, beginnst du NICHT gleich mit der nächsten.
Stattdessen schaust du dir alle verbleibenden 5 Aufgaben noch einmal an. Hat sich durch diese erste Aufgabe die Priorität anderer Aufgaben verändert?
Kann eine Aufgabe gestrichen werden?
Muss eine Aufgabe ergänzt werden?
Hat sich die Reihenfolge der Aufgaben verschoben?
Starte fokussiert mit der zweiten Aufgabe
Nun nimmst du dir die zweit-wichtigste Aufgabe deiner Liste vor und erledigst diese.
Du wirst merken, dass du allein durch die eventuell veränderte Reihenfolge produktiver arbeiten wirst.
Unnützes fliegt von der To-Do-Liste und Relevantes kommt hinzu. So bleibst du immer fokussiert und zielgerichtet.
Und am Ende des Tages schaffst du mehr bzw. erreichst du dein Ziel in weniger Zeit.
Was meinst du?
Produktiver werden durch Priorisierung und ohne Multitasking
Durch das ständige Hinterfragen der bestehenden Aufgaben wirst du das Wichtige vom Unwichtigen besser unterscheiden können.
Du arbeitest viel effektiver und produktiver.
Und…du wirst merken, dass du durch den Fokus auf EINE Aufgabe viel besser vorwärts kommst als mit Multitasking.
Warum funktioniert diese simple Methode so gut?
Aus drei Gründen. Erstens: Du triffst die Prioritäts-Entscheidung am Vorabend, wenn du noch klar denkst – und nicht morgens, wenn Mails und Benachrichtigungen schon um deine Aufmerksamkeit kämpfen. Eine vorab getroffene Entscheidung kostet dich morgens keine Willenskraft mehr.
Zweitens: Die Begrenzung auf 6 Aufgaben zwingt dich zum Weglassen. Auf einer endlosen To-do-Liste sieht alles gleich wichtig aus; bei nur 6 Plätzen musst du ehrlich entscheiden, was wirklich zählt. Und drittens: Der Fokus auf EINE Aufgabe zur Zeit schlägt jedes Multitasking – jeder Wechsel zwischen Aufgaben kostet Anlauf, und genau diesen Verlust spart dir die Methode. Welche Zeitfresser dich sonst noch bremsen, liest du bei Nie genug Zeit.
Welche Stolpersteine solltest du kennen?
Drei Dinge bringen die Methode im Alltag zum Wackeln. Stolperstein 1: zu große Aufgaben. „Website erstellen“ ist kein Tagespunkt, sondern ein Projekt – brich solche Brocken in Schritte herunter, die in eine Arbeitssitzung passen. Stolperstein 2: fremde Prioritäten. Wenn deine 6 Punkte nur aus Kundenwünschen und Dringendem bestehen, kommt dein eigenes Business nie voran. Reservier mindestens einen der oberen Plätze für eine Aufgabe, die DICH weiterbringt.
Stolperstein 3: Perfektionismus bei der Liste. Es geht nicht darum, die perfekten 6 Aufgaben zu finden, sondern überhaupt bewusst zu priorisieren. Eine „gut genug“-Liste am Vorabend schlägt die perfekte, die du nie schreibst. Und wenn ein Tag komplett anders läuft als geplant: Morgen gibt es eine neue Liste. Mehr dazu, wie du als Selbstständige insgesamt mehr schaffst, ohne mehr zu arbeiten, liest du bei Mehr schaffen in der Selbstständigkeit – und speziell fürs Marketing bei Marketing effizienter machen.
Fazit: Produktiver arbeiten funktioniert sogar mit Freiraum für Flexibilität
Was mich an vielen Zeitmanagement-Modellen immer stört, ist die fehlende Flexiblität. „Mach es genau so und dann erreichst du dein Ziel.“ Achja?
Aber was, wenn zwischendurch tatsächlich eine wichtige E-Mail reinkommt und man noch heute darauf reagieren muss?
Was, wenn sich etwas bei einer Kundin verändert hat und du nun deine Zeitplanung neu machen musst?
Unerwartete Dinge können immer passieren. Und hey, gerade als Selbstständige mit 3-4 Kindern, weiß ich sehr genau, wovon ich rede.
Als Selbstständige, Mompreneur oder Solopreneur kannst du aber nicht einfach einen Task an eine Mitarbeiterin abgeben oder einen Kollegen.
Du brauchst einen klaren Plan, der dich zu deinem Ziel hinführt.
Die Ivy-Lee-Methode fand ich sofort toll. Durch das stete Hinterfragen der vorhandenen ToDos hast du genug Flexibilität, um auf Veränderungen zu reagieren.
Und gleichzeitig bist du viel produktiver in deiner Selbstständigkeit.
Warum die Ivy-Lee-Methode auch 25.000-Dollar-Methode heißt?
Irving Lee, mit Kurznamen Ivy, war ein Unternehmensberater, der Charles Schwab zu Beginn des 20. Jahrhunderts dabei helfen sollte, die Produktivität des Unternehmens zu steigern.
Und Ivy sagte: „Ich zeige Ihnen, wie Sie Ihre Zeit besser managen können, und Sie bezahlen mir dafür ein Ihnen angemessen erscheinendes Honorar.“
Gesagt, getan. Und am Ende der Zusammenarbeit wurden ihm 25.000 Dollar überwiesen.
Wirst du die 25.000-Dollar-Methode ausprobieren?
Marlis

Du weißt manchmal selbst nicht weiter und sucht Unterstützung bei dem Finden der richtigen Aufgaben und dem Ableiten der richtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge, um online mit deinem Business sichtbar zu werden und Umsatz zu generieren?
Gern begleite ich dich dabei!

